Arbeitslosigkeit als Brücke zur Rente in Tschechien: Analyse des Arbeitsministeriums
In Tschechien ist in den Jahren vor der Corona-Pandemie ein Fünftel der Menschen aus der Arbeitslosigkeit in den Ruhestand gegangen. Bei den Frührentnern traf dies sogar auf zwei Fünftel zu. Dies zeigt eine Analyse des tschechischen Arbeitsministeriums zu den Motiven für den vorzeitigen Renteneintritt. Für viele Menschen dient die Arbeitslosigkeit als Brücke und Ausstiegsstrategie aus dem Arbeitsmarkt, um die Zeit bis zur Rente finanziell zu überbrücken. Am häufigsten meldeten sich die Arbeitnehmer 11 bis 12 Monate vor Rentenbeginn beim Arbeitsamt an.
Die tschechische Sozialverwaltung (ČSSZ) bewilligte in den Jahren 2017 bis 2019 insgesamt 288.000 Altersrenten. Davon beantragten drei Fünftel die Rente mit Erreichen des regulären Rentenalters, 28 Prozent gingen vorzeitig in den Ruhestand, bei acht Prozent wandelte sich die Invalidenrente in eine Altersrente um und vier Prozent arbeiteten über das Rentenalter hinaus weiter.