Ehemalige Dissidenten bringen im offenen Brief an US-Präsident Trump ihre Beunruhigung zum Ausdruck

Ehemalige tschechoslowakische Dissidenten und Bürgeraktivisten haben in einem offenen Brief an US-Präsident Donald Trump ihre Beunruhigung darüber zum Ausdruck gebracht, dass die USA das Vermächtnis im Kampf gegen Totalitarismus aufgeben könnten. Die globalen Ambitionen autoritärer Regime können den Unterzeichnern des Briefs zufolge nur durch gemeinsames Handeln verhindert werden. Außer den Unterzeichnern der Charta 77 und Mitgliedern des Komitees zur Verteidigung der ungerecht Verfolgten (VONS) unterzeichneten auch weitere Bürgeraktivisten das Dokument, das beim Treffen der ehemaligen tschechoslowakischen antikommunistischen Opposition am Samstag im Prager Lucerna-Saal verabschiedet wurde.

Die Verfasser des Briefs machen auf die russische Aggression gegen die Ukraine aufmerksam und erinnern an die Parole „Für eure und unsere Freiheit“. Mit der Parole protestierten russische Dissidenten im August 1968 in Moskau gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei.

Den Brief unterzeichneten unter anderem ehemalige Dissidenten Jiří Gruntorád, Petr Placák, der tschechische Ex-Premier Petr Pithart, Historiker Vilém Prečan und Liedermacher Jaroslav Hutka.