EU-Gelder für Tschechien stehen möglicherweise ab Sommer bereit

Möglicherweise könnten in Tschechien bereits im Sommer die ersten Anträge auf Gelder aus der Europöischen Union gestellt werden, die der Tschechischen Republik für die Jahre 2007 bis 2013 zugeteilt sind. Das gab der Minister für Regionalentwicklung am Freitag in Brüssel gegenüber Jounalisten bekannt. Tschechien erhält danach 780 Milliarden Kronen (28 Milliarden Euro), von denen circa ein Fünftel für die Infrastruktur aufgewendet werden sollen. Minister Cunek überreichte am Freitag der EU-Kommissarin für Regionalpolitik einen strategischen Referenzrahmen für die Tschechische Republik.

Neueste Nachrichten

  • Ökonom: Tschechien hat derzeit keinen Finanzhaushalt

    25.10.2020

    Das tschechische Finanzministerium hat keinen Überblick über die staatlichen Geldmittel, somit hat der Staat aktuell keinen Haushalt. Das sagte der Ökonom und ehemalige Vizegouverneur der tschechischen Nationalbank, Mojmír Hampl, am Sonntag in einer Diskussionssendung des privaten Fernsehsenders CNN Prima News. Er halte es für unverantwortlich, dass die anstehende makroökonomische Prognose vom November auf den Januar verschoben wurde, so Hampl weiter. Laut der Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) könne in der jetzigen Zeit großer Unsicherheit keine Prognose gemacht werden.

    Der Begriff Haushalt beinhalte eine vernünftige Schätzung über die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben. Diese gäbe es derzeit nicht, sagte Hampl, der außerdem Gründungsmitglied der Plattform KoroNERV-20 ist. Das Finanzministerium habe seiner Ansicht nach keine Vorstellung darüber, wie es weiter verfahren werde.

  • Das Wetter für Montag, den 26. Oktober

    25.10.2020

    Am Montag ist es in Tschechien meist bedeckt. Gebietsweise klart es etwas auf, vor allem in den Hochlagen. Vereinzelt kann es regnen oder nieseln. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 10 bis 14 Grad Ceslius. Dort, wo die Sonne durchkommt, können es auch 16 Grad Celsius werden.

  • Deutsch-tschechische Cembalistin Willi neue Chefin der Brünner Musikfakultät

    25.10.2020

    Die Cembalistin und Pianistin Barbara Maria Willi wird neue Dekanin der Musikfakultät an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Brno / Brünn. Darüber hat der akademische Senat am Freitag in geheimer Abstimmung entschieden.

    Die deutschstämmige Willi hatte bei der Bewerbung um das vierjährige Amt nur einen Gegenkandidaten. Sie bekam fünf von neun Stimmen. Bisher hat sie an der Fakultät die Abteilung für Orgel- und historische Musik geleitet.

  • In Tschechien treffen Beatmungsmaschinen aus verschiedenen Ländern ein

    25.10.2020

    Die tschechische Feuerwehr nimmt am Sonntag 150 Lungenbeatmungsmaschinen aus Ungarn entgegen. Sie sollen für Patienten mit einer Corona-Infektion eingesetzt werden. Der zentrale Krisenstab wird sie je nach Bedarf an die hiesigen Krankenhäuser verteilen.

    Schon am Samstag ist im Land eine Lieferung von 30 Beatmungsmaschinen eingetroffen. Sie stammen aus den Krisenvorräten der EU in Rumänien. Weitere solcher Geräte werden in nächster Zeit aus den Niederlanden, Österreich und aus den Nato-Beständen nach Tschechien geliefert.

    Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass das Land insgesamt 600 Beatmungsmaschinen kaufen und 60 als Leihgabe oder Spende bekommen wird. Das Kabinett hat die dafür nötigen Finanzmittel von 406 Millionen Kronen (14,9 Millionen Euro) auf 700 Millionen (25,7 Millionen Euro) aufgestockt.

  • Prymula schließt Rücktritt nicht mehr aus

    25.10.2020

    Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) schließt nicht mehr aus, dass er am Montag seinen Rücktritt einreicht. Das sagte er in einem Interview mit dem Server idnes.cz, das am Sonntag veröffentlicht wurde. Erneut erklärte er, dass es bei seinem Treffen mit dem Ano-Fraktionsvorsitzenden Jaroslav Faltýnek am Mittwoch in einem eigentlich geschlossenen Restaurant zu keinem Verstoß gegen die Anti-Corona-Maßnahmen gekommen sei. Er räumte aber ein, für „zwei Sekunden“ keinen Mund-Nasen-Schutz getragen zu haben.

    Mit seinem Rücktritt würde Prymula Premier Andrej Babiš (Partei Ano) zuvorkommen, der am Freitag bei Präsident Zeman um die Abberufung des Gesundheitsministers gebeten hat. Der Verfassung nach sollte der Präsident der Bitte entsprechen. Auf die Nachfrage, ob er stattdessen mit einer Unterstützung von Seiten Zemans rechne, gab Prymula an, die Angelegenheit nicht auf eine politische Ebene treiben zu wollen.

  • Mehr als 12.000 neue Corona-Fälle am Samstag

    25.10.2020

    Am Samstag wurden in Tschechien 12.472 neue Corona-Fälle registriert. Das ist ein neuer Rekord für einen Wochenendtag. Noch vor einer Woche war die Zahl um die Hälfte niedriger. Im Land sind derzeit etwa 154.000 Menschen infiziert. Im Krankenhaus werden derzeit 5314 Covid-19-Patienten behandelt. Bei 772 von ihnen nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf.

    Seit Beginn der Pandemie im März wurde das Coronavirus hierzulande schon bei mehr als 250.000 Menschen nachgewiesen. In den vergangenen drei Tagen kamen allein 50.000 Fälle hinzu. Am Freitag vermeldeten die Labore einen neuen Rekord an positiven Testergebnissen. Von 44.215 an diesem Tag getesteten Personen waren 34,5 Prozent infiziert.

  • Corona-Pandemie: In Tschechien schon mehr als 2000 Todesfälle

    25.10.2020

    In Tschechien hat die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind, am Samstag die Marke von 2000 überschritten. Sie lag zum Abend bei 2077. Damit hat sie sich innerhalb von zwei Wochen verdoppelt. Die meisten Todesfälle an einem Tag wurden vergangenen Mittwoch verzeichnet, als ihre Zahl 118 betrug.

    Nach den Angaben der Zeitung New York Times wurde in Tschechien in der zu Ende gehenden Woche weltweit die zweithöchste Todesrate erhoben, gemessen auf je 100.000 Einwohner. Schlimmer ist die Situation nur in Andorra. Für die gesamte Zeit der Pandemie seit März liegt Tschechien diesbezüglich weltweit an 46. Stelle, innerhalb Europas an 11. Stelle. Hier stammt die schlimmste Bilanz aus Belgien und Spanien.

  • 75 Jahre UN: Gebäude werden blau angestrahlt

    24.10.2020

    Aus Anlass des 75. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen (United Nations, UN) werden am Samstagabend verschiedene Gebäude in Tschechien in blaues Licht getaucht. In Prag werden der Aussichtssturm Petřín, das Tanzende Haus, der Fernsehturm Žižkov und die britische Botschaft blau angestrahlt, in Olomouc / Olmütz der Wenzelsdom oder in Ostrava / Ostrau das Neue Rathaus.

    Der „Tag der Vereinten Nationen“ wird in ganz Europa begangen. Die Gründungscharta der UN trat am 24. Oktober 1945 in Kraft.

  • Das Wetter am Sonntag, den 15. Oktober

    24.10.2020

    Am Sonntag wird es in Tschechien überwiegend heiter sein. Gebietsweise gibt es vormittags Hochnebel, örtlich hält er sich bis zum Nachmittag. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 13 bis 17 Grad Celsius, bei anhaltendem Hochnebel nur 11 Grad.

  • Europäische Kommission übermittelt Tschechien weitere Stellungnahme zum Babiš-Audit

    24.10.2020

    Die Europäische Kommission (EK) hat Prag ein weiteres Statement zum Babiš-Audit zukommen lassen. Sie reagiert damit auf die offizielle Stellungnahme, mit dem Tschechien auf das Audit der EK zum Verhältnis von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und dem Konzern Agrofert geantwortet hat. Das tschechische Ministerium für Regionalentwicklung hatte im Mai angegeben, dass die EK in Teilen auf die Argumentation Tschechiens eingegangen ist und zwei der 22 Feststellungen im Audit gestrichen, weitere 15 ganz oder teilweise offengelassen hat.

    Nach Angaben des Servers Neovlivni.cz besteht die EK in ihrer aktuellen Stellungnahme weiter auf ihrem Ergebnis, dass sich Babiš in einem Interessenkonflikt befindet. Auch nachdem er die Agrofert-Führung 2017 an zwei Treuhandfonds übergeben hat, übe er demnach auf sie direkten und indirekten Einfluss aus. Tschechien droht deswegen eine Kürzung der EU-Gelder. Babiš bestritt wiederholt, in einem Interessenskonflikt zu stehen.