Europäische Literatur im Blickpunkt: 15. Prager Buchmesse
Bücher aller Genres, wohin man schaut. Bei einigen Ständen bilden sich Schlangen, denn die Autogrammstunde beginnt. Im Lautsprecher hört man die Einladung zur Teilnahme an einer Schriftstellerwerkstatt. Die Buchmesse ist wieder da: Am Donnerstag hat sich der Industriepalast auf dem Prager Messegelände ins Mekka aller Leseratten verwandelt.
„Wir versuchen jedes Jahr etwas Neues zu bringen. In diesem Jahr ist die Literatur in Europa das Hauptthema. Während der Buchmesse stellen sich 60 ausländische Schriftsteller vor – mit Lesungen sowie Autogrammstunden. Weitere Themen der Buchmesse sind Phantasie und Kreativität sowie Literatur und Bildung. Wir können hier in einer einzigartigen Breite die russische Literatur vorstellen. Zum ersten Mal präsentiert sich hier die Russische Föderation auf einer Fläche von 240 Quadratmetern.“
Im vergangenen Jahr haben die Buchmesse 35.000 Menschen besucht. Die meisten Leute kommen üblicherweise erst am Wochenende. Eine der ersten Besucherinnen am Donnerstag war die Pragerin Zdena Pecková:
„Ich lese gern, eigentlich interessiert mich hier fast alles. Ich bin jedes Jahr dabei. Denn man kann hier Bücher kaufen, die man nicht überall bekommt. So viele Verlage, ein so großes und buntes Angebot an einem Ort! Es ist wie ein riesengroßer Buchladen, und das gefällt mir daran, “ sagt die Pragerin.Die Besucherzahlen zeugen vom Interesse an der Buchmesse. Lesen die Menschen aber heute genauso viel wie früher? Dana Kalinová:
„Ich meine, dass es mit unserem Lebensstil zusammenhängt. Wegen der Arbeit mangelt es uns an der Zeit, Bücher zu lesen. Aber jedes Jahr freue ich mich über das hohe Interesse der Leser. Als Veranstalter sind wir vor allem froh, dass sehr viele junge Menschen die Buchmesse besuchen. Daher bemühen wir uns, wertvolle und interessante Begleitprogramme für diese Lesergruppe zu gestalten.“
Die Buchmesse findet auf dem Prager Messegelände bis zum Sonntag statt. Zum Begleitprogramm, das 370 Veranstaltungen umfasst, gehören Autogrammstunden, Buchpräsentationen, Diskussionen, Preisverleihungen sowie Theater- und Filmvorstellungen.







