Finanzreform zwingt Tschechisches Fernsehen und Tschechischen Rundfunk zu massivem Stellenabbau

Im Falle der Finanzreform drohen dem Tschechischen Fernsehen (ČT) und dem Tschechischen Rundfunk (ČRo) insgesamt 450 bis 700 Entlassungen. Durch die geplante Überführung der Medienfinanzierung in den Staatshaushalt und die damit verbundenen Budgetkürzungen um etwa 15 Prozent sehen sich beide Intendanten, Hynek Chudárek (ČT) und René Zavoral (ČRo), zu massiven Einsparungen gezwungen.

Schätzungsweise 300 bis 500 der aktuell 2900 Mitarbeiter des Tschechischen Fernsehens müssten entlassen werden. Voraussichtlich 150 bis 200 der 1350 Mitarbeiter des Tschechischen Rundfunks würden ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die Regierung hat eine entsprechende Gesetzesnovelle zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien am Montag verabschiedet.

Als Reaktion auf die drohenden Kürzungen und Entlassungen planen Beschäftigte und Gewerkschaften beider Sender einen Warnstreik am 22. Juni.