Jindřich Rajchl bleibt Vorsitzender seiner Partei PRO
Jindřich Rajchl wird weiterhin Vorsitzender der rechtsnationalen Partei PRO sein, die er 2022 selbst gründete. Am Samstag wurde er auf einem Parteitag einstimmig im Amt bestätigt. Es gab keinen Gegenkandidaten.
Rajchl ist seit dieser Legislaturperiode Mitglied des Abgeordnetenhauses. Seine Partei hatte bei der Wahl gemeinsam mit den Gruppierungen Trikolora und Svobodní auf der Liste der Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) kandidiert, die nun Teil der künftigen tschechischen Regierung werden soll. Den gemeinsamen Wahlkampf verteidigte Rajchl am Samstag und kündigte an, dass seine Partei selbstständig bleiben und stärker werden soll. In seiner Rede kritisierte er die „selbstzerstörerische Politik des Westens“ und sprach davon, dass die Visegrád-Gruppe ein Gegengewicht zur „derzeitigen Brüsseler Totalität“ sein müsse. Die Bezeichnung seiner Partei als kremltreu lehnte er ab, man werde die Ukraine aber nicht im Kampf gegen Russland unterstützen, so Rajchl.
Zu den weiteren Rednern auf dem Parteitag zählten auch SPD-Chef Tomio Okamura und Tschechiens ehemaliger Staatspräsident Miloš Zeman.