Kreisgericht in Hradec Králové verurteilt in Tschechien festgenommene Schleuserbande
Das Kreisgericht in Hradec Králové / Königgrätz hat am Donnerstag eine internationale Schleuserbande verurteilt, die illegale Grenzübertritte von der Türkei nach Tschechien und vermutlich auch in weitere Länder ermöglicht hat. Verurteilt wurden alle angeklagten 14 Personen. Es wurden Geldstrafen verhängt, einige Mitglieder der Gruppe müssen auch hinter Gitter, teils für bis zu fünfeinhalb Jahre.
Dem Gericht zufolge soll die Bande von Mai 2021 bis Juni 2023 mindestens 2000 Migranten – vor allem türkischen Kurden – die illegale Einreise nach Tschechien ermöglicht haben. Ihre Einnahmen sollen insgesamt bei über zehn Millionen Kronen (400.000 Euro) gelegen haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge ist die türkisch-aserbaidschanische Truppe die bisher größte Schleusergruppe, die in Tschechien festgenommen wurde. Vermutlich haben die Schlepper auch mit Personen in der Türkei zusammengearbeitet. Dort könne jedoch nicht ermittelt werden, da die türkischen Behörden nicht auf das tschechische Rechtshilfegesuch reagiert hätten, so die Staatsanwaltschaft.