Kritische Infrastruktur in Tschechien: Mehr Befugnisse bei Drohnenabwehr geplant

Mitarbeiter von Unternehmen, die kritische Infrastruktur in Tschechien verwalten, sollen künftig das Recht erhalten, gegen als gefährlich eingestufte Drohnen vorzugehen. Die Unternehmen sollen selbst entscheiden können, ob sie Flugverbotszonen über ihren Objekten einrichten wollen. Eine entsprechende Ausweitung der Befugnisse zur Drohnenabwehr schlagen das Innen- und das Verkehrsministerium vor. Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) und Verkehrsminister Ivan Bednárik (parteilos) stellten den entsprechenden Gesetzentwurf am Dienstag vor Journalisten vor. Die Regelung betrifft unter anderem internationale Flughäfen, Kernkraftwerke, Energieknotenpunkte, Umspannwerke sowie Kraftstofflager.

Bislang dürfen Drohnen ausschließlich von der Polizei oder dem Militär unschädlich gemacht werden. Die Neuregelung reagiert auf die steigende Anzahl von Vorfällen, bei denen sich Drohnen unbefugt im Umfeld geschützter Objekte bewegen.