Künstler aus sechs Ländern arbeiten gemeinsam in Klenová am "Erfassen des Raums"

Der historische Speicher in Klenova (Foto: Kenyh, CC BY-SA 3.0 Unported)

Gemälde, Zeichnungen, Plastiken aber auch Fotos, die durch die Umgebung inspiriert wurden, entstehen während eines dreiwöchigen internationalen Symposiums in Klenová bei Klatovy/Klattau, an dem 13 Künstler aus sechs Ländern teilnehmen. Martina Schneibergová hat sich bei den Veranstaltern des traditionellen Künstlertreffens erkundigt.

Der historische Speicher in Klenova (Foto: Kenyh, CC BY-SA 3.0 Unported)
Das internationale Symposium, das den Titel "Erfassen des Raums" trägt, findet in Klenová bereits zum fünftenmal statt und wird von der Galerie Klenová organisiert. Die Galerie hat in zwei Orten im Pilsner Landkreis - unweit der tschechisch-deutschen Grenze ihren Sitz. Der erste ist das kleine Dorf Klenová mit der gleichnamigen Burg und einem Schloss. Dort befindet sich eine ständige Ausstellung aus den Sammlungen der Galerie. In einem historischen Speicher sowie in weiteren Objekten in Klenová entsteht ein Zentrum für die Gegenwartskunst. Den anderen Sitz hat die Galerie in Klatovy/Klattau, wo in der Galerie "Zum weißen Einhorn" moderne Kunst präsentiert wird.

In Klenová findet in diesen Tagen das internationale Symposium mit dem Titel "Erfassen des Raums" statt, an dem bildende Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Frankreich, Israel, der Schweiz, den USA und Tschechien teilnehmen. Die Kunstwerke, die während des Treffens entstehen, werden dann im historischen Speicher unterhalb der Burg Klenová ausgestellt. Helena Hrdlicková, die Kuratorin des Projektes, das 1995 ins Leben gerufen wurde, erklärte:

"Das Milieu wirkt sich sehr inspirierend auf die schöpferische Arbeit aus - vor allem auf die Künstler aus den USA, die ähnliche historische Objekte nicht kennen. Die Künstler erfassen einerseits die Architektur und den Raum um den Speicher herum - die wunderschöne Landschaft. Das universelle Thema des Erfassens des Raums ist jedoch freier. Denn der Raum ist überall um uns herum, sodass hier zwar unterschiedliche, aber höchst interessante Kunstwerke entstehen."

Obwohl viele der Künstler, die mal am Symposium in Klenová teilnahmen, gern wieder zurückkommen würden, laden die Veranstalter immer neue Künstler zu dem Treffen ein. Helena Hrdlicková räumte jedoch ein, dass eventuell alle bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer anlässlich des 10. Symposium in Klenová zusammentreffen könnten. Vom guten Ruf des Künstlerforums in Klenová zeugen nach Worten der Kuratorin sowohl das hohe Interesse der Künstler als auch z. B. die Tatsache, dass es 1995-1996 in den Kalender der Weltsymposien miteinbezogen wurde, der in Washington erschien. Die Ausstellung der in diesem Jahr in Klenová entstandenen Kunstwerke wird am kommenden Freitag um 17 Uhr eröffnet und bis zum 8. September dieses Jahres dauern.