Kulturinstitutionen fordern Regierung auf, Entwurf der staatlichen Kulturpolitik zurückzuziehen
Im Kultursektor tätige Berufsverbände, Institutionen, Vereine sowie Gewerkschaften haben die Regierung in einem offenen Brief dazu aufgefordert, die vom Kulturministerium ausgearbeitete neue staatliche Kulturpolitik der Tschechischen Republik für den Zeitraum 2026–2030 zurückzuziehen. Der Grund ist der Vorbereitungsprozess, den sie als intransparent betrachten. Die Dachorganisation Kulturní a kreativní federace ČR (Verband für Kultur und Kreativität der Tschechischen Republik) informierte am Montag über den Brief die Presseagentur ČTK. Sie fordert die Nutzung des kulturpolitischen Dokuments, das von der Vorgängerregierung von Petr Fiala (Bürgerdemokraten) im Herbst vergangenen Jahres vorgelegt worden war.
Den Unterzeichnern des offenen Briefs zufolge wurde das neue Material hinter verschlossenen Türen entworfen und von der Sprecherin des Kulturministeriums, Barbora Šťastná, ausgearbeitet. Der Brief wurde unterzeichnet unter anderem vom Schriftstellerverband, vom Schauspielerverband, vom Internationalen Dokumentarfilmfestival Jeden svět, vom Übersetzerverband und von der Vereinigung der Bibliotheken.