Meeting Brno: Beschluss des Abgeordnetenhauses gegen Sudetendeutschen Tag ist Ausdruck der Schwäche
Der Beschluss des Abgeordnetenhauses, der sich gegen den Sudetendeutschen Tag in Brünn richtet, ist nach Meinung der Veranstalter des Festivals Meeting Brno ein Ausdruck der Schwäche und Angst vor der eigenen Vergangenheit und kein Ausdruck des nationalen Selbstbewusstseins. Das Festival Meeting Brno hatte die Sudetendeutsche Landsmannschaft nach Brno / Brünn eingeladen. Die Veranstaltung werde nächste Woche, wie geplant, stattfinden, teilte die Exekutivdirektorin des Festivals, Veronika Smyslová, am Donnerstag der ČTK mit.
Laut der Oberbürgermeisterin von Brno Markéta Vaňková (Bürgerdemokraten) war die Debatte im Abgeordnetenhaus eine Verschwendung von Zeit und Mitteln, die zur Weiterentwicklung der Beziehungen zu den deutschen Nachbarn hätten genutzt werden können. Der Vorsitzende der Piratenpartei in Brünn, Adam Zemek, bezeichnete den Beschluss der Regierungsabgeordneten als eine Schande. Im Gespräch für die Presseagentur ČTK erklärte Zemek, seine Partei unterstütze den Weg der Versöhnung und sei davon überzeugt, dass 81 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg historische Ereignisse nicht zum politischen Kampf missbraucht werden dürfen.