Mutmaßlicher Korruptionsfall im Prager Krankenhaus Motol: Anwalt Jansta aus Haft entlassen

Der Anwalt Miroslav Jansta, gegen den in der Korruptionsaffäre am Krankenhaus im Prager Stadtteil Motol ermittelt wird, wurde am Montag aus der Haft entlassen. Wie die Delegierte Europäische Staatsanwältin Zdeňka Pavlásková mitteilte, habe Jansta zuvor die notwendige Kaution gezahlt. Die Summe soll laut Odkryto.cz, einem Portal für Investigativjournalismus, 15 Millionen Kronen (610.000 Euro) betragen haben.

Jansta befand sich seit Februar in Untersuchungshaft, da er eine der Schlüsselfiguren in der Korruptionsaffäre am Prager Motol-Krankenhaus gewesen sein soll. Wegen der Vorwürfe war er von seinen Posten als Chef der Tschechischen Sportunion (ČUS) und des Tschechischen Basketballverbandes (ČBF) zurückgetreten.

Insgesamt ermittelt die Polizei in dem Fall gegen 18 Personen, den Hauptverdächtigen drohen bis zu zwölf Jahre hinter Gittern. Wie die Presseagentur ČTK am Montag informierte, bleiben der einstige Leiter der Klinik, Miloslav Ludvík, und sein Stellvertreter Pavel Budinský weiterhin in Haft. Ein Prager Gericht hatte eine Beschwerde der beiden Männer zurückgewiesen, in der sie um Freilassung ersucht hatten.