Nach Drohnenbeschuss auf Polen: Tschechische Regierung warnt vor Russland
Mit dem nächtlichen Drohnenangriff, der bis auf das Gebiet Polens reichte, testet Russland nach Ansicht des tschechischen Premiers Petr Fiala (Wahlbündnis Spolu) die Verteidigungsfähigkeit der Nato-Länder. Das Regime des russischen Präsidenten Wladimir Putin bedrohe ganz Europa und probiere systematisch aus, wie weit es gehen kann, schrieb Fiala am Mittwochmorgen auf X. Er reagierte damit auf die Nachricht, dass russische Drohnen in der Nacht in den polnischen Luftraum eingedrungen sind.
Ähnlich äußerte sich der tschechische Außenminister Jan Lipavský (Wahlbündnis Spolu) in dem gleichen Netzwerk. Der nächtliche Vorgang sei ein weiterer Beweis dafür, dass der Krieg Moskaus gegen die Ukraine „uns alle“ bedrohe. Die Nato müsse nun die Flugabwehr an ihrer Ostgrenze unmittelbar verstärken, fordert Lipavský. Ebenso schrieb die tschechische Verteidigungsministerin Jana Černochová (Wahlbündnis Spolu) auf X, dass der von Russland begonnene Krieg alle Länder der Region betreffe. Dagegen könne sich nicht anders gewehrt werden, als mit weiteren Sanktionen oder Gegengewalt, so Černochová.
Am Mittwochmittag gab es dann auch eine Stellungnahme des tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel, der sich gerade im Urlaub befindet. Der Drohnenbeschuss auf polnisches Gebiet würde deutlich bestätigen, wie sehr die zunehmende russische Aggression auch Tschechien betreffe, teilte Pavel auf X mit. Weder Tschechien noch seine Nachbarländer oder Europa seien in Sicherheit. Polen sei ein alliierter Verbündeter, hinter dem Tschechien stehe, fügte das Staatsoberhaupt hinzu.
(Die Nachricht ist 12.45 Uhr ergänzt worden.)