Nach Seilbahn-Tragödie am Ještěd: Anklage gegen drei Personen und Tschechische Bahnen
Wegen des Absturzes der Seilbahn auf den Berg Ještěd im Norden Tschechiens hat der Staatsanwalt Anklage gegen drei Personen und eine juristische Person erhoben. Die Beschuldigten werden der fahrlässigen Gemeingefährdung verdächtigt. Dies bestätigte Kamil Látr, der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt in Liberec, gegenüber der tschechischen Presseagentur ČTK am Freitag. Bei der juristischen Person handelt es sich um die Tschechischen Bahnen (ČD), die die Seilbahn früher besaßen. Das Unternehmen wies die Vorwürfe bereits mehrfach zurück. Den Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.
Zum Unfall kam es im Oktober 2021. Ursache für den Absturz einer Kabine aus 30 Metern Höhe nach einem Seilriss, bei dem ein Schaffner starb, war laut Bahninspektion das Fehlen einer automatischen Notbremsvorrichtung. Die Seilbahn ist seitdem außer Betrieb, inzwischen hat die Stadt Liberec sie von den Tschechischen Bahnen gekauft.