Nachrichten

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Sicherheitsrat des Staates unterstützt die USA

Die Tschechische Republik sei bereit, den USA bei dem geplanten Vergeltungsschlag für die jüngsten terroristischen Angriffe eine Militärhilfe zu gewährleisten, das Kabinett habe aber bisher kein offizielles Ersuchen erhalten. Dies sagte Premier Milos Zeman am Dienstag vor Journalisten nach der Sitzung des Sicherheitsrates des Staates. Ihm zufolge drohe der Tschechischen Republik kein Terroranschlag.

Maßnahmen zum Schutz des tschechischen Luftraums

Die Tschechische Armee halte einen standardmäßigen Schutz ihrer Militäreinrichtungen aufrecht und verstärke aufgrund von Informationen der Nachrichtendienste Maßnahmen zum Schutz der strategischen Zivilobjekte. Dies sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur CTK der Generalstabschef der Tschechischen Armee Jiri Sedivy. Ihm zufolge werde der Luftraum über Tschechien von Überschallflugzeugen des Typs MiG-21 im Rahmen des NATO-Alarmbereitschaftssystems NATINADS sowie von anderen Mitteln der Luftstreitkräfte kontrolliert. Sedivy lehnte es ab, über konkrete Verschiebungen von Luftabwehreinheiten zu sprechen.

Vaclav Klaus will erneut Premier werden

Sollte die Demokratische Bürgerpartei (ODS) die Wahlen gewinnen, wolle ihr Vorsitzender Vaclav Klaus erneut Regierungschef werden. Er reagierte somit auf das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage. Aus dieser geht hervor, dass quasi die Hälfte der Wähler den Wunsch hegt, dass Klaus nach vier Jahren in der Opposition erneut an der Spitze der Regierung steht.

Risiken des EU-Beitritts für Tschechien

Vor allem die niedrige Arbeitsproduktivität und die ebenfalls niedrige durchschnittliche Rentabilität des eigenen Kapitals hält der tschechische Industrie- und Handelsminister Miroslav Gregr für die größten Risiken der tschechischen Volkswirtschaft beim vorgesehenen Beitritt Tschechiens zur EU. EU-Mitglied zu werden mache erst dann Sinn, wenn es der tschechischen Wirtschaft helfen und nicht schaden könnte, sagte Gregr auf einer Konferenz des Industrie- und Verkehrsverbandes, die am Dienstag im Rahmen der internationalen Maschinenmesse im südmährischen Brno/Brünn stattfand. Der vorgesehene Termin für den Beitritt sei vorgegeben, dementsprechend sollte sich Tschechien verhalten.

Havel erkrankt - Italienreise abgesagt

Präsident Vaclav Havel hat sich am Dienstag bei seinem italienischen Amtskollegen Carlo Ciampi für die plötzliche Absage seiner dreitägigen Visite in Italien, die er am Montagnachmittag antreten wollte, entschuldigt. Wegen Herzrhythmusstörungen musste Havel vom Prager Flughafen direkt in das Prager Militärkrankenhaus eingeliefert werden. Laut Auskunft seines Leibarztes Ilja Kotik geht es dem Präsidenten wieder gut. Er interessiere sich bereits intensiv für das innen- und weltpolitische Geschehen, hieß es weiter. Wenn keine Komplikationen aufträten, könnte der Präsident schon am Donnerstagmorgen aus dem Krankenhaus entlassen werden, sagte Kotik.

Dem Chef der Presseabteilung im Präsidialamt, Martin Krafl, zufolge, hätten sich Politiker aus der ganzen Welt über den Gesundheitszustand von Vaclav Havel erkundigt, ein Anruf sei auch aus dem Weißen Haus gekommen.

Neues Archivgebäude des Innenministeriums eröffnet

In Anwesenheit von Premier Milos Zeman, Senatspräsident Petr Pithart und dem Prager Erzbischof Miloslav Vlk hat das tschechische Innenministerium am Dienstag Vormittag ein neues Archivareal im Prager Stadtteil Chodovec eröffnet, das als eine der modernsten Archiveinrichtungen in Mitteleuropa gilt. Der Grundstein zu dessen Bau wurde schon 1992 gelegt, die Baukosten belaufen sich auf 1,7 Mrd. Kronen, das sind knapp 100 Mio Mark. Neben einem perfekten Klimatisierungssystem verfügt das Archiv über mit modernster Technik ausgestattete Konservierungswerkstätten, Studiensäle und einen Service für Forscher. Gleichzeitig wurde auch eine Ausstellung eröffnet, in der wertvolle Urkunden und Dokumente aus der Vergangenheit des tschechischen Staates zu sehen sind. Unter ihnen auch die Goldene Bulle , mit der Friedrich der Zweite dem damaligen böhmischen Herrscher Premysl dem II. die Unabhängigkeit und Souveränität seines Staates bestätigt hatte.

Abschließender Test im AKW Temelin

Den abschließenden Test in der Etappe der energetischen Inbetriebnahme des ersten Reaktorblocks im südböhmischen AKW Temelin wird das Bedienungspersonal wahrscheinlich für den kommenden Mittwochabend bzw. die Mittwochnacht vorbereiten. Dies teilte am Dienstag der AKW-Sprecher Milan Nebesar der Nachrichtenagentur CTK mit. Beim geplanten Test soll der Reaktor bis zu 55 Prozent seiner Gesamtleistung erreichen.

Verkehrsminister Schling gegen Erweiterung des Einfuhrlimits

Verkehrsminister Jaroslav Schling hat sich am Dienstagvormittag entschieden gegen die Verlängerung des fünfjährigen Limits für die Einfuhr von Kraftfahrzeugen in die Tschechische Republik ausgesprochen. Nach massiven Protesten seitens der Automobilverbände und vieler Kfz-Importeure hatte eine Parlamentskommission kürzlich angekündigt, das maximale Alterslimit für importierte Fahrzeuge von 5 auf 8 Jahre anzuheben. Es sei nicht die Zeit für irgendeine, wie auch immer geartete Novellierung des Gesetzes, da es keinen fatalen Fehler enthalte, erklärte der Verkehrsminister.

Weitere ausländische Investitionen in Tschechien erwartet

Nach einer Information von Finanzminister Jiri Rusnok dürften die ausländischen Direktinvestitionen in Tschechien in diesem Jahr einen Gesamtbetrag von 5 Mrd. Dollar erreichen. Wie er sich auf der in Prag veranstalteten Konferenz "InterCzech" äußerte, dürfe der Investitionszustrom auch in den kommenden Jahren nicht nachlassen. Die stellvertretende Direktorin der staatlichen Agentur Czechinvest, Hana Chlebná, verwies bei der Konferenz auf die Tatsache, dass Tschechien mit der Pro-Kopf-Rate von 2200 US-Dollar bei den Auslandsinvestitionen an der Spitze der sich transformierenden Volkswirtschaften liege. In Ungarn seien es 2 050 und in Estland 1 800 US-Dollar pro Kopf, sagte Chlebná.

Tschechische Exporte in die EU-Länder steigen

In den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres sind die tschechischen Exporte in die EU-Länder im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 17,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig gestiegen sind um 18,2 Prozent auch die Importe aus der EU in die Tschechische Republik.

Theaterfestival der deutschen Sprache zum 6.mal in Prag

Über Neuigkeiten, durch welche sich das diesjährige Prager Theaterfestival deutscher Sprache auszeichnen wird, haben seine Organisatoren auf einer Pressekonferenz informiert. Beim bereits 6. deutschsprachigen Theaterfestival stellen sich dem Publikum mehrere Theaterbühnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die bislang noch nie in Prag aufgetreten sind, wie z.B. das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Granz u.a. Zum ersten Mal wird im Rahmen dieses Theaterfestivals, das vom 3.-18.November stattfindet, auch ein Preis verliehen.

Immer weniger Tschechen sind mit dem Funktionieren der Demokratie zufrieden

Nur 34 Prozent der Tschechen sind mit dem Funktionieren der Demokratie zufrieden, 57 Prozent vertreten jedoch die Meinung, dass es gelungen sei, ihre Fundamente in Tschechien zu errichten. Dies geht aus einer im September durchgeführten Umfrage des Prager Zentrums für empirische Studien (STEM) hervor. Vor acht Jahren zeigten sich in einer ähnlichen Meinungsumfrage 43 Prozent der Befragten zufrieden. Mitte des Jahres 1996 hatten bei einer ähnlichen Umfrage noch 60 Prozent der Tschechen ihre Zufriedenheit mit der hiesigen Demokratie erklärt.

Multikulturelles Projekt im mittelböhmischen Kladno

Mit dem Abend der japanischen Kultur wird am Donnerstag Abend in Kladno ein neues Projekt eröffnet, das einen Einblick in das Leben der in dieser mittelböhmischen Stadt lebenden nationalen Minderheiten vermitteln will. Hier haben u.a. auch Firmen aus Dänemark, Kanada, Japan und Belgien ihren Sitz.