Nachrichten

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Madrider Konferenz über Demokratisierung wurde beendet

Mit einem Aufruf zur weltweiten Stärkung der Demokratie und zum Zusammenhalten im Kampf gegen den Terrorismus ist in Madrid eine internationale Konferenz über "demokratischen Übergang und Konsolidierung" zu Ende gegangen. An dem zweitägigen Treffen nahmen amtierende und ehemalige Staats- und Regierungschefs aus 33 Ländern Europas, Lateinamerikas und Afrikas teil. Unter Hinweis auf die Bedeutung der am ersten Konferenztag angenommenen Deklaration gegen den Terrorismus warnte der tschechische Premier Milos Zeman vor Kompromissen gegenüber den Terroristen. In einem Diskussionsbeitrag erklärte er u.a., dass jede Appeacement-Politik zu einer Katastrophe führe. Zeman erwähnte in diesem Zusammenhang historische Erfahrungen der Tschechen mit Adolf Hitler und dessen terroristischen Methoden.

Rechtsextreme Republikaner trafen sich auf dem Wenzelsplatz in Prag

Über 100 Mitglieder und Sympathisanten der rechtsextremen Partei der Republikaner sind am Samstag aus Anlass des Staatsfeiertages der Tschechischen Republik am 28.Oktober in Prag zusammengekommen. An der St.Wenzelsstatue auf dem gleichnamigen Zentralplatz der tschechischen Hauptstadt legte der langjährige Parteichef Miroslav Sladek einen Kranz nieder und hielt anschließend über eine Stunde lang eine Rede. Er kritisierte scharf tschechische Politiker, Journalisten und Medien sowie die EU, die tschechische Mentalität und das "kurzlebige" Gedächtnis der Nation.

US-amerikanische Astronauten zu Besuch in Tschechien

Ins Weltall sollten Menschen mit einem sinnvollen Ziel fliegen und nicht nur touristische Ausflüge unternehmen. Dies sagte am Samstag der US-amerikanische Astronaut Eugene Andrew Cernan bei einem Besuch der Sternwarte im südmährischen Brno. Der 67-jährige Cernan, der seit Freitag gemeinsam mit seinem 59-jährigen Landsmann und Kollegen John Blaha auf Einladung des Generalstabschefs der Tschechischen Armee Jiri Sedivy zu einem Besuch in Tschechien weilt, nahm 1972 als der bislang letzte Mensch an einer Raumschifffahrt zum Mond teil. Beide Astronauten haben tschechische bzw. slowakische Vorfahren.

Präsident Havel bleibt vorläufig im Hospital

Der Gesundheitszustand des tschechischen Präsidenten Vaclav Havel, der am Dienstag dieser Woche wegen Bronchitis in das Prager Militärkrankenhaus eingeliefert wurde, sei besser geworden. Er fühle sich gut, die behandelnden Ärzte hätten jedoch noch nicht über einen Termin für seine Entlassung aus dem Hospital entschieden. Dies teilte der Sprecher des Präsidenten Ladislav Spacek der CTK mit. Havel´s Leibarzt Ilja Kotik zufolge bestehe die Hoffnung, dass der Präsident an der vorgesehenen Verleihung hoher Staatsauszeichnungen am Sonntag teilnehmen könnte. Diese findet traditionsgemäß auf der Prager Burg am 28.Oktober aus Anlass des Staatsfeiertages der Tschechischen Republik statt.

CSSD-Vorsitzender Spidla warnt vor einem Comeback der ODS an die Macht

Der sozialdemokratische Parteivorsitzende und Vize-Ministerpräsident Vladimir Spidla hat am Samstag vor einem Wahlsieg der Demokratischen Bürgerpartei (ODS) gewarnt. Sollte die ODS bei den für Mitte kommenden Jahres vorgesehenen Parlamentswahlen gewinnen, müsste man erneut zu einem Stand zurück gelangen, der einst bereits da gewesen sei. Es sei eine Krise gewesen, sagte Spidla auf einer Regionalkonferenz seiner Partei im nordböhmischen Decin. In den Zeitperioden, in denen die ODS an der Macht war, sei das Stehlen zum volkswirtschaftlichen Faktor geworden, konstatierte der stellvertretende Ministerpräsident in seiner Rede.

Regionale Konferenzen der ODS

Dieser Tage geht in mehreren tschechischen Städten die Serie von insgesamt 14 Regionalkonferenzen der ODS zu Ende, der im November der Parteikongress folgen wird. Auf diesem wird eine neue ODS-Führung gewählt. Die eindeutig größte Unterstützung in der führenden Position genießt der bisherige Parteivorsitzende Vaclav Klaus. Als kontrovers gelten hingegen einige Kandidaten für die Posten der Vize-Parteivorsitzenden.

Probebetrieb im AKW-Temelin wird fortgesetzt

Im Einklang mit dem Programm der jetzigen Phase des Probebetriebs werden die Tests im südböhmischen Atomkraftwerk Temelin durchgeführt. Nach Informationen des AKW-Sprechers Vaclav Brom produziert derzeit der zuletzt auf 75 Prozent Leistung hochgefahrene erste Nuklearblock im Schnitt 700 Megawatt Strom.

Ruthenenkongreß in Prag eröffnet

Unter Teilnahme von über 150 Delegierten ist in Prag der VI. Weltkongress der Ruthenen eröffnet worden. Mit der Veranstaltung dieser Konferenz wurde die tschechische Gesellschaft der Freunde von Karpathoukraine, in der etwa ein Tausend Mitglieder vereint sind, vom Weltrat der Ruthenen beauftragt. Diese Kongresse werden seit 1991 in Ländern organisiert, wo eine Ruthenenminderheit lebt. Eines der Ziele der Treffen sei es, so der Vorsitzende des Weltrates der Ruthenen, Vasil Turok, aus dem ostslowakischen Presov, die Kommunität der Ruthenen am Leben zu halten und ihre Bemühungen um die Durchsetzung der eigenen Identität in den Ländern, in denen sie leben, zu unterstützen.

Brücke-Preis für den Prager Erzbischof

Als einem Brückenbauer zwischen politischen, religiösen und sozialen Gruppen in der ehemaligen Tschechoslowakei, aber auch zwischen den Völkern Europas hat die sächsische Stadt Görlitz dem Prager Erzbischof, Kardinal Miloslav Vlk, den Brücke-Preis Görlitz-Zgorzelec verliehen. Der Preis wurde ihm am Freitag bei einer Feierstunde in der Görlitzer Synagoge übergeben, die als Begegnungsstätte von Menschen unterschiedlicher Nationalität bzw. religiöser Orientierung dient.

Konzept für Bekämpfung einer Grippe-Pandemie

Einer Meldung der Nachrichtenagentur CTK zufolge wird der tschechische Gesundheitsminister Bohumil Fiser am Montag der Regierung einen Nationalplan für den Fall einer Grippen-Pandemie vorlegen. Das Konzept sieht die Einführung von Maßnahmen vor, deren Kosten sich auf rund 100 Mio Kronen, das sind umgerechnet über sechs Mio Mark, belaufen. Nach Einschätzung der Mediziner würde bei einer Grippe-Pandemie in der ersten Welle voraussichtlich die Hälfte der Bevölkerung erkranken.

Visumspflicht für Rumänien

Das tschechische Außenministerium bereit derzeit die Wiedereinführung der Visapflicht für die Bürger Rumäniens vor. Ob diese Maßnahme, über die kürzlich das tschechische Kabinett trotz Proteste mehrerer tschechischer Diplomaten entschieden hat, mit dem 1.November in Kraft treten wird, will das Ministerium mit keinem Zeitvorsprung mitteilen. Dies bestätigte der Sprecher dieser Behörde Ales Pospisil.