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Parlamentarischer Ausschuss gegen lange Übergangsfristen

Gegen lange Übergangsfristen, vor allem was die Freizügigkeit der Arbeitskräfte betrifft, spricht sich der gemeinsame Ausschuss von Mitgliedern des tschechischen und Europäischen Parlaments. Nach seiner zweitägigen Sitzung in Prag sagte dies heute Dienstag einer der Vorsitzenden des Ausschusses Jan Zahradil. Zahradil zufolge waren bis auf einige wenige Ausnahmen die europäischen Parlamentarier sehr skeptisch gegenüber den Vorschlägen der Europäischen Kommission zu langen Übergangsfristen. Der zweite Vorsitzende Karl Erik Olsson fügte hinzu, dass jeder EU-Bürger gleiche Rechte haben soll und lange Übergangsfristen würden dieses Recht verletzen.

Havel und Dzurinda führten Gespräche über NATO Erweiterung

Die NATO - Erweiterung sowie eine gemeinsame tschechisch-slowakische Militäreinheit, die bei der KFOR in der jugoslawischen Provinz Kosovo tätig sein sollte, waren die Themen der Gespräche des tschechischen Präsidenten Vaclav Havel und des slowakischen Premiers Mikulas Dzurinda auf der Prager Burg. Der Nachrichtenagentur CTK teilte dies heute Dienstag Präsidentensprecher Ladislav Spacek mit. Der Präsident habe laut Spacek bezüglich der Erweiterung angemerkt, dass die NATO-Mitgliedschaft das Bewusstsein des Landes stärke sowie zur Stabilisierung der Verhältnisse und besseren Vorbereitung auf den EU-Beitritt beitrage. Havel zufolge sei es wichtig, dass die Allianz eine positive Erfahrung mit der bisherigen Wirkung der neuesten Mitglieder -- also Ungarns, Polens und Tschechiens - habe und daher die Erweiterung dann nicht als eine Art Risiko wahrnehme. Der slowakische Premier bedankte sich bei dem tschechischen Präsidenten für seine Unterstützung der Slowakei bei ihren NATO-Beitrittsbemühungen. Dzurinda sagte des weiteren, dass die Slowakei zusammen mit den Ländern der Visegrader Staatengruppe der EU beitreten möchte.

Bombendrohung auf der Prager Burg

Wegen einer anonymen Bombendrohung mussten Polizisten am frühen Montagabend das Personal der Prager Burg evakuieren. Einzelheiten darüber wollte die Prager Polizei nicht mitteilen.

Parlamentschef Klaus in Australien

Der tschechische Parlamentschef Vaclav Klaus hielt heute Dienstag an der australischen Adelaide- Universität einen Vortrag über den Transformationsprozess zur Demokratie und Prosperität in Mitteleuropa. Im Rahmen seiner Reise nach Australien traf Klaus gestern Montag mit dem Chef der unteren Kammer des australischen Parlaments, John Neil Andrew, zusammen. Des weiteren reist Klaus nach Singapur. Kontakte zwischen Tschechien und Australien sowie Singapur auf parlamentarischer Ebene seien eher eine Ausnahme, berichtete heute die Prager Agentur CTK. Trennung der Tschechoslowakei beispielhaft für Zypern Ein Musterbeispiel für die Lösung der andauernden problematischen Situation auf Zypern könnte die Trennung der ehemaligen Tschechoslowakei in zwei selbständige Staaten sein. Dies sagte heute Dienstag der türkischer Regierungschef Bülent Ecevit für die Dienstagausgabe der türkischen Tageszeitung Hurriyet. "Die Tschechoslowaken haben sich die Hände geschüttelt und sind ihre eigenen Wege gegangen, zitierte Reuters Ecevit. In diesem Zusammenhang stellt sich Premier Ecevit die Frage, warum man sich so sehr um die Vereinigung zweier Völker auf Zypern bemühe, deren Sprache und Glauben verschieden seien.

Umfrage: Treibhausabgase sollen weiter gesenkt werden

93 Prozent der Tschechen würden weitere Senkungen von Treibhausabgasen in Tschechien begrüßen, so wie sich hierzu die Tschechische Republik im Kyoto Protokoll verpflichtet hatte. Die diesbezügliche Einstellung der USA, die beschlossen haben, von dem Abkommen zurückzutreten, halten fast drei Viertel der Tschechen für unberechtigt. Dies geht aus einer Maiumfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM hervor. Mit der Unterzeichnung des Protokolls von Kyoto hat sich Tschechien verpflichtet, in den kommenden zehn Jahren die Treibhausabgase um 8 Prozent im Vergleich zum Jahre 1990 zu senken.

Kafka-Denkmal

Der Bezirksrat des Stadtviertels Prag 1 hat seine Zustimmung dazu gegeben, dass das Denkmal des Schriftstellers Franz Kafka auf dem gebiet zwischen der Spanischen Synagoge und der Heiliggeist-Kirche errichtet werden kann. Die Aufstellung der Statue bereitet die Franz Kafka Gesellschaft vor. Die Stelle ist sehr passend, in gewisser Weise symbolisch, sagte der Bürgermeister des 1. Prager Bezirks und erklärte, dass sie sich an der Grenze zwischen dem historischen jüdischen und dem christlichen Prag befinde.