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Zeman bekundet Israel gegenüber Solidarität im Kampf gegen den Terror

Zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs in Israel traf der tschechische Premier Milos Zeman am Sonntag in Jerusalem mit dem israelischen Präsidenten Mosche Kacav zusammen. Nach dem Treffen bekräftigte Zeman vor Journalisten die tschechische Haltung in der Auseinandersetzung mit dem Terrorismus, wonach man die Terroristen bekämpfen müsse, niemals aber mit ihnen verhandeln dürfe. "Verhandlungen mit jedweder terroristischen Organisation sind überflüssig. Auf sie einzugehen kommt einer Erpressung gleich," sagte der Premier. Auch während seiner Unterredung mit Außenminister Schimon Peres äußerte Zeman Israel gegenüber Solidarität beim Kampf gegen den Terror. Im weiteren Verlauf seines Besuches wird Zeman zudem mit seinem israelischen Amtskollegen Ariel Scharon zusammen treffen.

Kavan: Deklaration von 1997 bleibt Grundlage der bilateralen Beziehungen

Die tschechisch-deutsche Deklaration aus dem Jahr 1997 bleibt die Grundlage der Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten Tschechien und Deutschland, versicherte der tschechische Außenminister Jan Kavan gegenüber der "Welt am Sonntag". Kavan reagierte dabei auf die von der deutschen Bundesregierung im vergangenen Monat geäußerte Kritik zu den von Tschechiens Premier Milos Zeman gemachten Aussagen gegenüber den Sudetendeutschen. Das Prinzip der kollektiven Schuld lehne die Tschechische Republik ab, konstatierte Kavan im Vorfeld des bevorstehenden Besuchs von Bundesaußenminister Joschka Fischer in Prag. Hierbei wollen beide Seiten für eine Auflösung der Verstimmung sorgen, für die Ministerpräsident Zeman gesorgt hatte, indem er die Sudetendeutschen als "Landesverräter" und als "fünfte Kolonne" des Hitler- Regimes bezeichnet hatte.

CSSD und ODS sprechen sich gegen Koalitionsaussage vor den Wahlen aus

In einer Diskussionssendung des privaten Fernsehsenders TV Nova haben es am Sonntag sowohl ODS-Chef Václav Klaus als auch der sozialdemokratische Vizeparteichef Stanislav Gross abgelehnt, im Vorfeld der Parlamentswahlen im Juni bereits Koalitionsvereinbarungen zu treffen. Gross bestritt hierbei, dass der Vorsitzende der Sozialdemokraten (CSSD) Vladimír Spidla und der Chef der Christdemokraten (KDU-CSL) Cyril Svoboda bereits jetzt über eine mögliche Zusammenarbeit beider Parteien nach den Wahlen verhandeln würden. Gross und Klaus führten während der Fernsehsendung aus, dass für die politischen Verhältnisse nach den Wahlen einzig der Wählerwille ausschlaggebend sein wird.

Atomkraftwerk Temelín läuft nach Panne wieder mit Höchstleistung

Das umstrittene Atomkraftwerk Temelín in Südböhmen ist zehn Tage nach einer störungsbedingten Abschaltung wieder auf 100 Prozent Leistung hochgefahren worden. Der erste Block der grenznahen Anlage habe am Sonntag etwa 1000 Megawatt Strom ins Energienetz des Landes gespeist, berichtete die Presseagentur CTK. In fünf Tagen müsse der Reaktor, der sich seit Oktober 2000 im Testbetrieb befindet, aber zu Reparaturarbeiten erneut für etwa einen Monat abgeschaltet werden, hieß es.

Renten in Tschechien stiegen im Jahr 2001 auf etwas über 210 Euro an

Die durchschnittliche Altersrente in Tschechien ist bis zum Ende des vergangenen Jahres um 516 Kronen gegenüber dem Ende des Jahres 2000 angewachsen. Die monatliche Rente betrug damit 6808 Kronen, das entspricht etwas mehr als 210 Euro. Die Männer konnten dabei auf eine durchschnittliche Rente von 7590 Kronen verweisen, während die Frauen lediglich mit durchschnittlich 6188 Kronen im Monat auskommen müssen. Das geht aus einer Information der Verwaltung der Tschechischen Sozialversicherung (CSSZ) hervor.

Selbstmord in Prager Metrotunnel führte zu Verkehrsbehinderung

Der Selbstmord eines Mannes in einem Tunnel der Prager Metro hat am Sonntag dazu geführt, dass der Verkehr auf der Trasse A ab 14 Uhr für mehrere Stunden eingestellt bzw. eingeschränkt werden musste. Nach Aussage des Maschinenführers, der den Wagenzug bediente, habe sich der Mann 100 Meter vor der Station Mustek aufgehalten, mit dem Kopf auf der Schiene liegend und eine Zigarette rauchend, wurde der Nachrichtenagentur CTK mitgeteilt. Der über ihn fahrende Wagenzug habe ihm daraufhin den Kopf abgetrennt. Vorfälle dieser Art hat es in der Geschichte der Prager Metro seit 1974 schon einige gegeben.

Sonniges Wetter lockte viel Touristen in tschechische Gebirge

Das sonnige Wetter hat am Wochenende eine erhöhte Anzahl von Besuchern in die böhmischen und mährischen Gebirge gelockt. Während die niedrigen Temperaturen in den Wintersportzentren des Riesengebirges und des Böhmerwalds für optimale Bedingungen zum Skifahren und -laufen sorgten, nutzten die Touristen das Wetter in den anderen Gebirgen vorwiegend zum Sonnen oder Wandern. Im Isergebirge wurden zudem die ersten Radfahrtouristen gesichtet.