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Hochwasser in Tschechien forderte fünftes Opfer " Elbepegel gefallen

In Tschechien ist am Samstagabend unweit der westböhmischen Gemeinde Planá aus den Fluten der Berounka ein fünftes Opfer des jüngsten Hochwassers geborgen worden. Es handelt sich um ein 19-jähriges Mädchen, das am Donnerstag beim Rafting in den reißenden Fluss gestürzt war. Eine weitere Person wurde am Sonntag noch vermisst. Im nordböhmischen Lauf der Elbe, wo am Samstagnachmittag in Ústí nad Labem/Aussig ein Pegelstand von 6,40 Meter gemessen wurde, hat sich die Situation etwas entspannt. Am Sonntagmittag war hier der Wasserspiegel unter sechs Meter gefallen, so dass die dritte Hochwasserwarnstufe wieder aufgehoben wurde. Dennoch blieb der Schiffs- und Fährverkehr in der Böhmisch-Sächsischen Schweiz weiterhin verboten. Die Prager Meteorologen haben davor gewarnt, dass weitere ausgiebige Niederschläge in der Nacht von Sonntag zu Montag die Lage wieder verschlechtern und insbesondere in den südlichen Teilen der Tschechischen Republik die Flüsse erneut ansteigen lassen könnten. Deshalb wird für Montagmorgen in Aussig auch ein Wasserstand von 6,10 Meter auf der Elbe erwartet. Von offizieller tschechischer Seite wurde mitgeteilt, dass derzeit jedoch keine Flutwelle zu befürchten sei.

Zweiter Reaktorblock im AKW Temelín steht vor Wiederinbetriebnahme

Der zweite Reaktorblock des südböhmischen Atomkraftwerks Temelín steht kurz vor seiner erneuten Inbetriebnahme. Am Sonntagmittag hat das Bedienungspersonal des Blocks die Anweisung erhalten, den Prozess zum Anlaufen des Reaktors einzuleiten. Der Auslösung der atomaren Kettenreaktion gehen einige technische Funktionen voraus, die rund einen Tag in Anspruch nehmen. Der Reaktor wird demnach aller Voraussicht nach am Montag gestartet, gab Václav Brom von der Presseabteilung des Kernkraftwerks der Nachrichtenagentur CTK bekannt.

Prager Gericht spricht deutschen Atomkraftgegner frei

Ein aus Nordrhein-Westfalen stammender Greenpeace-Aktivist ist von einem Prager Gericht vom Vorwurf des "falschen Atom-Alarms" freigesprochen worden. Der 36-jährige hatte während einer Demonstration in Prag gegen das südböhmische Atomkraftwerk Temelín am 13. Juli 2000 eine Handsirene betrieben und war deswegen von der tschechischen Justiz mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt worden. In der Berufungsverhandlung habe das Gericht nun den Atomkraftgegner freigesprochen, berichtete der Prager Rundfunk am Sonntag. Es sei nicht erwiesen, dass dieser mit seiner Sirene tatsächlich Angst in der tschechischen Bevölkerung ausgelöst habe, hieß es zur Begründung.

Ex-Diplomat Srba beendet Hungerstreik in Pilsener Gefängnis

Der ehemalige Generalsekretär des tschechischen Außenministeriums, Karel Srba, der derzeit wegen der vermutlichen Mittäterschaft am vorbereiteten Auftragsmord an der Prager Journalistin Sabina Slonková in einem Pilsener Gefängnis in U-Haft sitzt, hat am Sonntagnachmittag seinen dort initiierten Hungerstreik beendet. Srba wird zudem des unerlaubten Waffenbesitzes und der Korruption beschuldigt. Wie Karel Srbas Verteidiger Miroslav Krízenecký am Sonntag der Nachrichtenagentur CTK mitteilte, sei sein Mandant in einer psychisch sehr schlechten Verfassung und habe versucht, seinem Leben ein schnelles Ende zu bereiten. Laut Krízenecký habe die Polizei am Freitag mit den Vernehmungen in der Korruptionsaffäre begonnen.

Wichtiges deutsch-tschechisches Sozialabkommen gilt ab September

Deutsche Touristen brauchen für einen Aufenthalt in Tschechien vom 1. September an keine spezielle Auslandskranken-Versicherung mehr. Auf Grund eines neuen bilateralen Sozialabkommens ersetzen die Versicherungen im Heimatland künftig die Kosten für eine Behandlung, meldete die Prager Nachrichtenagentur CTK am Sonntag. Der Vertrag gilt umgekehrt auch für Tschechen in Deutschland. Bisher mussten tschechische und deutsche Patienten im Gastland eine Auslands-Krankenversicherung abschließen oder die Kosten aus eigener Tasche begleichen und beim Ersatz auf ein Entgegenkommen des einheimischen Versicherers hoffen.

Über 200 Sudetendeutsche weilten in ihrer Heimatstadt Most zu Besuch

Über 200 Sudetendeutsche, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Region um Most/Brüx nach Deutschland ausgesiedelt wurden, haben am Samstag ihre nordböhmische Heimatstadt besucht. Unter ihnen war auch der Chef der Sudetendeutschen Landsmannschaft und Abgeordnete des Europaparlaments Bernd Posselt. Am Vormittag hatten die Gäste an einer deutschen Messe in der Dekaneikirche Mariä Himmelfahrt teilgenommen. Zwischen Most und dem Landsmannschaftsverein des Kreises Brüx in Erlangen besteht schon eine mehrjährige Zusammenarbeit, führte der Oberbürgermeister der Stadt, Vladimír Bártl, vor der Presse aus.

5. Internationale Folklore-Festival beginnt am Montag in Ostrava/Ostrau

Das fünfte Festival der städtischen Folkloreensembles unter dem Motto "Folklore ohne Grenzen 2002" wird am Montag im nordmährischen Ostrava/Ostrau eröffnet. Neben den einheimischen Künstlern werden auch Ensembles aus Japan, Griechenland, Lettland und Puerto Rico beim bis zum 16. August andauernden Festival auftreten. Insgesamt werden 13 Ensembles in Ostrau erwartet, verriet die Sprecherin des Stadtmagistrats Hana Adamusová der Nachrichtenagentur CTK.

Denisa Chládková unterliegt im Tennis-Damenfinale von Helsinki

Die tschechische Tennisspielerin Denisa Chládková konnte ihre guten Vorstellungen beim Tennisturnier in Helsinki nicht mit dem ganz großen Erfolg krönen. Im Dameneinzel-Finale unterlag sie am Sonntag der Russin Swetlana Kusnetsowa mit 1:2 nach Sätzen, nachdem sie den ersten Satz noch klar mit 6:0 gewonnen hatte. Die Entscheidung fiel erst im Tie-Break des dritten Satzes, in dem die Tschechin mit 2:7 das Nachsehen hatte.