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Präsident Zeman wird Auftaktwochenende der Spiele in Sotschi besuchen

Der tschechische Präsident Miloš Zeman wird die Olympischen Winterspiele in Sotschi an deren Auftaktwochenende besuchen. Zeman wird von Donnerstag bis Sonntag in der Olympiastadt weilen. Als Gast wird er sowohl am Eröffnungszeremoniell der Spiele als auch am Abendbankett der Staatsmänner, das Russlands Präsident Wladimir Putin veranstaltet, teilnehmen. Von den sportlichen Wettkämpfen will sich das Staatsoberhaupt am Sonntag den 3000-Meter-Lauf der Eisschnellläuferinnen anschauen und dabei die tschechische Titelverteidigerin Martina Sáblíková anfeuern. Das gab Präsidentensprecher Jiří Ovčáček am Montag bekannt.

EU-Kommission kritisiert erneut hohes Maß an Korruption in Tschechien

In ihrem aktuellen Bericht zur Korruption in den EU-Ländern hat die Europäische Kommission einmal mehr auf zwei große Probleme in Tschechien verwiesen – auf die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und auf den Missbrauch öffentlicher Gelder. Noch keinen sichtbaren Erfolg zeitigten zudem die Bemühungen in Tschechien, ein Gesetz durchzusetzen, nach dem Interessenskonflikte im Staatsdienst weitgehend ausgeschlossen werden. Die Kommission schlägt in ihrem Bericht vor, dass Spenden und Kosten von Wahlkampagnen in den Jahresberichten der politischen Parteien berücksichtigt werden sollten. Des Weiteren verwies die Kommission auf die Bedeutung von unabhängigen Ermittlern bei der Untersuchung von Korruptionsaffären. Laut einer europäischen Umfrage hätten 95 Prozent der befragten Bürger aus Tschechien angegeben, dass sich die Korruption in ihrem Land beträchtlich ausweite. Acht Prozent davon hätten angegeben, dass man Bestechungsgelder von ihnen erwartet habe beziehungsweise sie ihnen angeboten wurden. Das ist der doppelte Prozentsatz im Vergleich zum europäischen Durchschnitt. 71 tschechische Firmen halten die Korruption für eine große Hürde für ihr Unternehmen – das ist die höchste Zahl unter allen EU-Ländern.

Finanzminister Babiš: Euro in Tschechien frühestens in sechs Jahren

Der neue Finanzminister Andrej Babiš hat am späten Sonntagabend erklärt, er sehe eine Einführung des Euros in Tschechien erst in frühestens sechs Jahren. Diese Regierung werde die Gemeinschaftswährung wohl nicht auf den Weg bringen, schrieb Babiš auf seinen Facebook-Seiten. Bei seinem Treffen mit Staatspräsident Miloš Zeman vor seiner Ernennung zum Finanzminister hatte Babiš noch erklärt, er habe mit einer Euro-Einführung kein Problem.

Regierung hob neun Gesetzesvorlagen des Vorgängerkabinetts auf

Die neue Regierung von Premier Bohuslav Sobotka hat auf ihrer zweiten Sitzung am Montag neun von zirka 40 Gesetzesvorlagen des Vorgängerkabinetts von Jiří Rusnok kassiert. Zu diesen Entwürfen gehören zum Beispiel der Vorschlag für ein Beamtengesetz oder die Zuzahlung von Patienten bei Krankenhausaufenthalten. Zudem sollen die einzelnen Ministerien ihre Haltung zu den Gesetzesinitiativen ihrer Vorgänger dem Chef des Legislativrates der Regierung, Jiří Dienstbier, bis Ende der Woche zukommen lassen. Die oppositionelle Bürgerpartei (ODS) kritisierte sogleich, dass sich die Qualität der medizinischen Versorgung in den Krankenhäusern ohne den Patienten-Zuschlag verschlechtern würde.

Tschechien und Deutschland wollen Kampf gegen Drogen verstärken

Im Kampf gegen Drogenkriminalität im Grenzgebiet wollen deutsche und tschechische Behörden einen Leitfaden für ein einheitliches Vorgehen erarbeiten. Die Menge der sichergestellten Droge Crystal sei 2013 gestiegen, sagte der Innenminister des deutschen Bundeslandes Sachsen, Markus Ulbig, am Montag nach einem Treffen mit Behördenvertretern der Tschechischen Republik in Dresden. Daher müsse man die Zusammenarbeit noch deutlich intensivieren, ergänzte er. Die seit Juli letzten Jahres agierende gemeinsame Fahndungsgruppe „Elbe“ solle noch in diesem Jahr aufgestockt werden, hieß es.

Tschechien hilft syrischen Zivilisten mit 160 Millionen Kronen

Die Tschechische Republik und die Hilfsorganisation „Mensch in Not“ (Člověk v tísni) haben bisher etwa 160 Millionen Kronen (700.000 Euro) für die notleidende syrische Zivilbevölkerung zur Verfügung gestellt. Tschechien hilft den Menschen im syrischen Bürgerkrieg seit 2012, die NGO hat seitdem 120 Millionen Kronen aufgebracht, die restlichen 40 Millionen kamen aus dem tschechischen Auswärtigen Amt.

„Mensch in Not“ stellt aus seinen Mitteln vor allem Lebensmittel zur Verfügung. So betreibt die NGO eine Bäckerei, die 20.000 Menschen täglich mit Brot versorgt. Gleichzeitig werden etwa 10.000 Schüler provisorisch unterrichtet. Die Gelder des Außenministeriums fließen hauptsächlich in die grenzübergreifende Hilfe aus der Türkei und aus Jordanien für Gebiete, in denen die Not am größten ist.

Zahl der Neuansteckungen mit HIV-Virus stieg 2013 auf neue Rekordzahl

Das nationale tschechische Referenzlabor für HIV/Aids hat für das Jahr 2013 einen weiteren Anstieg bei der Neuansteckung mit dem HIV-Virus registriert. Demnach haben sich im vergangenen Jahr 235 Menschen angesteckt – 211 Männer und 24 Frauen. Das ist die höchste Zahl an Neuansteckungen seit Herbst 1985, als mit der Erfassung der Infektion begonnen wurde. Neun Personen sind im letzten Jahr an Aids gestorben, weitere sechs Patienten, die vom HIV-Virus infiziert wurden, starben aus anderen Gründen. Das gab der Leiter des Referenzlabors am Montag über die Medien bekannt.

Bisnode: 2013 wurden in Tschechien fast 23.000 neue Firmen gegründet

Im Jahr 2013 wurden in Tschechien 22.845 neue Firmen gegründet. Das sind ein Anstieg von fast sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der größte Zuwachs der letzten drei Jahre. Das erhöhte Interesse an der Neugründung von Firmen sei zurückzuführen auf das Ende der Rezession und die Wiederbelebung der Wirtschaft im Land. Damit verknüpft sei auch die gestiegene Lust der Unternehmer, in neue Projekte zu investieren, informierte am Montag die Beraterfirma Bisnode.

Insgesamt gibt es in Tschechien etwas mehr als 391.000 Unternehmen. Davon sind 93,6 Prozent eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und 6,4 Prozent eine Aktiengesellschaft (AG).

Anzahl der Facebook-Nutzer in Tschechien auf 4,2 Millionen gestiegen

Die Zahl der tschechischen Nutzer des sozialen Facebook-Netzes ist im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent gestiegen. Gegenwärtig surfen um die 4,2 Millionen Nutzer regelmäßig bei Facebook – das sind zirka zwei Drittel der User, die über einen Internetanschluss verfügen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Meldung der Firma Facebook hervor, die am Dienstag ihren zehnten Geburtstag feiert. Facebook ist das am meisten genutzte soziale Netz in Tschechien, auch wenn es eine große Zahl von falschen Benutzerkonten enthält. Die Zahl der Falschkonten dürfte bei über zehn Prozent liegen, sagte der Experte für soziale Netze, Daniel Dočekal, der Presseagentur ČTK.

Ehemaliger Heizer bringt Insolvenz für Prager Grandhotel Europa ins Rollen

Der ehemalige Betreiber des Sezessionshotels Europa auf dem Prager Wenzelsplatz steht vor der Insolvenz. Den Antrag für das entsprechende Insolvenzverfahren stellte der ehemalige Heizer des Hotels. Ihm schulde das Unternehmen Grandhotel Evropa Praha angeblich zwei Monatsgehälter und eine Abfindung in der Gesamthöhe von umgerechnet 1700 Euro. Das Prager Stadtgericht hat das Verfahren am Montag eröffnet. Die Managerin des früheren Hotelbetreibers wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Der jetzige Hotelbesitzer, der ehemalige Banker Václav Skala, hat sich von seinen Vorgängern distanziert.

Erster ausländischer Dirigent der Tschechischen Philharmonie gestorben

Der Deutsche Gerd Albrecht, der erste ausländische Dirigent der Tschechischen Philharmonie, ist am Sonntag im Alter von 78 Jahren gestorben. Zwischen 1993 und 1996 leitete er das Orchester, ging aber im Streit mit den Musikern auseinander. Albrecht hatte damals behauptet, er habe Prag aus politischen Gründen verlassen müssen. Seine Kritiker in Tschechien behaupteten indes, Albrecht habe seine künstlerischen und persönlichen Unzulänglichkeiten auf eine politische Ebene projiziert. Im Jahr 2004 kehrte der Dirigent jedoch zu einem Gastauftritt an die Spitze der Philharmoniker zurück.

Affe Purus zieht von Deutschland nach Tschechien um

Der Totenkopfaffe Purus zieht aus dem deutschen Zoo in Halle (Saale) in den Tierpark im mährischen Zlín um. Purus hinterlässt in Deutschland eine kinderreiche Familie. Er werde noch vor der neuen Paarungszeit im Frühjahr nach Zlín umziehen, sagte die Kuratorin des Affengeheges im Bergzoo Halle, Jutta Heuer. Das habe eine Zucht-Kommission entschieden. Seit 2009 lebt Purus in Halle - als einziger geschlechtsreifer Mann unter insgesamt 54 Totenkopfäffchen. In dieser Zeit hat das inzwischen knapp zehn Jahre alte Männchen 50 Nachkommen gezeugt. Zuletzt sind im Oktober und November 13 kleine Totenkopfäffchen geboren worden. Der Umzug war nötig geworden, weil die Gefahr bestand, dass Purus nun auch seinen eigenen weiblichen Nachwuchs begatten könnte.

Freiwasserschwimmerin Rybářová siegt in Santa Fe - Piranha-Alarm

Die tschechische Schwimmerin Silvie Rybářová hat das Auftaktrennen der Frauen in der sieben Stationen umfassenden Grand-Prix-Serie des Weltschwimmverbandes FINA im Freiwasserschwimmen gewonnen. Beim zweitlängsten Rennen der Welt über 57 Kilometer im argentinischen Santa Fe stieg sie nach 8:33:27,94 Minuten als erste Frau aus dem Wasser. Es war zugleich der erste Sieg der Tschechin in dieser World-Serie.

Am kommenden Sonntag steht das mit 88 Kilometer längste Rennen der Welt ebenfalls in Argentinien an. Er wird von Hernandarias nach Parana geschwommen. Dagegen musste das ursprünglich für den 26. Januar geplante Rennen der Serie in Rosario wegen Piranha-Alarm abgesagt werden. Dort gab es an Weihnachten bei einer Attacke der Piranhas über 60 Verletzte mit Bisswunden.

Das Wetter am Dienstag: meist bewölkt, überfrierende Nässe, bis 6 Grad

Am Dienstag ist es in Tschechien überwiegend bedeckt, vereinzelt Nieselregen mit der Gefahr von überfrierender Nässe. Im Böhmerwald und im mährischen Teil des Landes wird es im Tagesverlauf indes zunehmend heiter sein. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen -2 und +2 Grad Celsius, in den Regionen mit geringer Bewölkung sind auch 6 Grad Celsius möglich. In Lagen ab 1000 Meter liegen die Höchstwerte um den Gefrierpunkt. Es weht ein auflandiger Wind, der in den Gebirgen im Norden und Nordosten ziemlich stürmisch ist.