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Designierter Präsident Zeman hat mit Vorbereitungen zur Amtsübernahme begonnen

Der designierte tschechische Staatspräsident Miloš Zeman hat am Freitag mit den Vorbereitungen für seinen Amtsantritt begonnen. Am Vormittag traf er sich mit dem Direktor der Präsidentenkanzlei, Jiří Weigl, um Einzelheiten für die bevorstehende Amtsübernahme zu erörtern. Von Weigl ließ sich Zeman die Organisationsstruktur der Kanzlei erläutern, danach soll Zeman bereits mit der Ausarbeitung seiner Antrittsrede begonnen haben.

Im Vorfeld des Treffens hatte Zeman angekündigt, mit allen Mitarbeitern und Angestellten der Präsidentenverwaltung sprechen zu wollen. Dabei soll geklärt werden, ob sie auch nach dem Ende der Amtszeit von Václav Klaus weiter auf der Burg beschäftigt bleiben wollen. Jiří Weigl selbst hat bereits angekündigt, gemeinsam mit dem scheidenden Präsidenten Klaus die Burg zu verlassen. Bisher möchte Zeman nur seinen Sekretär Jaroslav Hlinovský sowie seinen Chauffeur mit in die Präsidialverwaltung nehmen. Weitere Personalentscheidungen seien noch nicht gefallen, hieß es.

Oberstes Verwaltungsgericht erhielt neun Beschwerden zur Präsidentenwahl

Beim Obersten Verwaltungsgericht in Brno / Brünn sind bis einschließlich Freitag neun Beschwerden zur Präsidentenwahl eingegangen. Die Wahl des tschechischen Staatsoberhaupts war im Januar in zwei Wahlgängen erstmals als Direktwahl durchgeführt worden. Nicht wenige Bürger haben allerdings die Wahlkampfschlacht der beiden Finalkandidaten zwischen den beiden Wahlrunden als unwürdig und teilweise auch als schmutzig empfunden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ČTK sei unter Beschwerdeführern auch der Rechtsexperte und Blogger Tomáš Pecina. Das Oberste Verwaltungsgericht wollte weder zu den Beschwerdeführern noch zum Inhalt der Beschwerden Auskunft erteilen.

Staat startet mit größtem Haushaltsüberschuss seit 2000 ins neue Jahr

Der tschechische Staat konnte im ersten Monat des Jahres 2013 einen Haushaltsüberschuss von umgerechnet 1,65 Milliarden Euro verbuchen. Das ist zweimal soviel wie im Januar vergangenen Jahres und gleichzeitig der höchste Haushaltsüberschuss im Monat Januar seit dem Jahr 2000, informierte das Finanzministerium in Prag am Freitag. Für das gesamte Jahr 2013 wurde ein Haushaltsdefizit von umgerechnet knapp 4 Milliarden Euro bewilligt.

ČSÚ: Arbeitslosenquote in Tschechien stieg Ende 2012 auf 7,2 Prozent

Die Arbeitslosigkeit in Tschechien hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres zugenommen. Nach Angaben des Tschechischen Statistikamts (ČSÚ) stieg die Quote um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 auf nunmehr 7,2 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass 379.500 Menschen ohne Beschäftigung waren, 44.200 mehr als 2011. Das Statistikamt misst die Arbeitslosigkeit nach der Methode der internationalen Arbeitsorganisation.

Flächendeckende Grippe-Epidemie in Tschechien hält weiter an

Die Grippe-Epidemie in Tschechien hält weiter an. In der fünften Kalenderwoche des laufenden Jahres hat die Zahl der an akuten Atemwegleiden erkrankten Patienten um 9,6 Prozent zugenommen und die Zahl der Grippe-Erkrankten um rund 33 Prozent. Bis zum 1. Februar wurden 264 Patienten registriert, die in sehr ernsthafter Weise an Grippe erkrankt sind, bisher 51 Personen sind daran gestorben. Das gab der Leiter des staatlichen Hygiene-Amtes, Vladimír Valenta, am Freitag bekannt. Die Situation bezüglich der Grippe-Erkrankungen lasse sich als flächendeckende Epidemie einstufen, auch wenn ihr Verlauf von Region zu Region unterschiedlich sei, erklärte Valenta. Die höchste Zunahme an Erkrankungen wurde zuletzt aus den mährischen und den nordböhmischen Krankenhäusern gemeldet.

Polizei beschuldigt 25 Bürgermeister betrügerischer Erschleichung von Subventionen

Die tschechische Polizei bleibt in punkto Korruptionsbekämpfung weiter aktiv. Am Freitag beschuldigte die entsprechende Spezialabteilung der Polizei 27 Leute der unberechtigten Entgegennahme von staatlichen Subventionen zur Beseitigung von Hochwasserschäden. Nicht weniger als 25 Personen davon seien Bürgermeister beziehungsweise Gemeindevorsteher im Kreis Ústí nad Labem / Aussig. Es handele sich dabei vorwiegend um kleinere Ortschaften mit mehreren hundert Einwohnern, hieß es. Nach Angaben der Polizei sei dem Ministerium für Regionalentwicklung durch die fehlgeleitete Geldzuwendung ein Schaden von zirka 125 Millionen Kronen (knapp 5 Millionen Euro) entstanden. Einer der Beschuldigten werde wegen ähnlicher Betrügereien bereits strafrechtlich verfolgt, sagte der Aussiger Kreisstaatsanwalt Jan Jakovec. Weitere Details wollte die Polizei zu diesem Fall noch nicht preisgeben.

Slowakisches Radio narrt Tschechiens Präsidenten Klaus

Mit einem Telefonscherz hat ein slowakischer Radiomoderator den scheidenden tschechischen Präsidenten Václav Klaus genarrt. Er gab sich als Präsident Ivan Gašparovič aus und bot Klaus Asyl in der Slowakei an, wie eine am Freitag in Internetmedien aufgetauchte Aufzeichnung zeigte. Dieser erklärte seinem vermeintlichen Amtskollegen ernsthaft, er wolle nicht wirklich auswandern. Dass er dies für den Fall angedroht habe, dass Außenminister Karel Schwarzenberg sein Nachfolger werde, sei eine Übertreibung gewesen. Als sich der Imitator zu erkennen gab, reagierte Klaus empört, der Sender verzichtete auf eine Ausstrahlung des Gesprächs. Bei der Präsidentenwahl in Tschechien hatte der linke Ex-Ministerpräsident Miloš Zeman in der Stichwahl den Sieg über Schwarzenberg davongetragen.

Absurdeste Bankgebühr in Tschechien: Zahlung für Kontostandanzeige am Geldautomat

Bereits zum achten Mal hat ein Internetserver seine User in Tschechien und der Slowakei dazu aufgerufen, die absurdeste Bankgebühr zu wählen. Die Abstimmung endete am 31. Januar, der diesjährige Gewinner ist eine Gebühr für das Abrufen des Kontostandes an Bankautomaten. An der Abstimmung nahmen 33.000 Menschen aus Tschechien und der Slowakei teil. Durch die Aktion soll der Druck auf die Banken erhöht werden, ihre Gebührenpolitik zu ändern. Im ersten Jahr der Umfrage wählten die Menschen eine Gebühr für den Geldeingang zur absurdesten Zahlung.

Hochwassergefahr sinkt: Pegelstände der Wasserläufe gehen zurück

Die Gefahr von Hochwasser und Überschwemmungen in Tschechien nimmt wieder ab. Nach dem plötzlichen Tauwetter und der Schneeschmelze am Mittwoch waren vielerorts Flüsse und Bäche über die Ufer getreten. Der Wetterdienst hatte daraufhin am Donnerstag für mehrere Regionen, insbesondere aber für die Kreise Südböhmen und Plzeň / Pilsen eine Hochwasserwarnung herausgegeben. In beiden Kreisen sind die Wasserpegel letztlich aber nicht über die zweite Warnstufe hinaus gestiegen. Ansonsten schwellen die Pegel landesweit wieder ab, mit Ausnahme der Lužnice und des böhmischen Unterlaufs der Elbe. Der Wetterdienst erwartet, dass der Hochwasser-Scheitelpunkt an der Elbe zwischen Ustí nad Labem / Aussig und Hřensko / Herrnkretschen in der Nacht zum Samstag erreicht wird.

Tennis: Tschechien trennt sich nach Auftakteinzeln 1:1 von der Schweiz

Im diesjährigen Davis-Cup-Wettbewerb im Herrentennis geht die Tschechische Republik als Titelverteidiger an den Start. Nach dem ersten Tag des Erstrunden-Duells mit der Schweiz hat Tschechien den Zwischenstand von 1:1 erreicht. Im Auftakteinzel am Freitag in Genf bezwang zunächst die Schweizer Nummer eins, Stanislaw Wawrinka, den Tschechen Lukáš Rosol klar in drei Sätzen mit 6:4, 6:3 und 6:4. Im zweiten Match aber konnte der tschechische Top-Spieler Tomáš Berdych den 1:1-Ausgleich markieren. Zu seinem Punktgewinn gegen den eingebürgerten Österreicher Henri Laaksonen brauchte Berdych allerdings vier Sätze. Er gewann die Partie mit 6:3, 6:2, 6:7 und 6:1. Den beiden Teams fehlen zwei wichtige Spieler. Die Schweiz bestreitet das Match ohne ihren Top-Mann Roger Federer, den Tschechen fehlt der Davis-Cup-Finalheld vom November, Radek Štěpánek, aufgrund einer Halswirbel-Operation, der er sich am Montag erfolgreich unterzogen hat.

Tennis: Šafářová scheitert im Viertelfinale des Turniers von Paris

Beim WTA-Tennisturnier in Paris ist die tschechische Fed-Cup-Siegerin Lucie Šafářová im Viertelfinale ausgeschieden. Nach ihrem Achtelfinalsieg gegen die Französin Alize Cornet unterlag sie am Freitag der Niederländerin Kiki Bertens in zwei Sätzen mit 1:6 und 5:7. In der Runde der besten Acht hat Tschechien aber noch ein Eisen im Feuer: Top-Spielerin Petra Kvitová trifft am Abend auf die Französin Kristina Mladenovic.

Nach ihrem Ausscheiden kann sich Lucie Šafářová nun voll und ganz auf das Doppel konzentrieren, in dem sie mit ihrer russischen Partnerin Anastasia Pawljutschenkowa am Samstag im Halbfinale steht. Bei einem Sieg über die favorisierten Italienerinnen Sara Errani und Roberta Vinci träfe sie einen Tag später im Finale auf ihre Landsfrau Andrea Hlaváčková. Die olympische Silbermedaillengewinnerin hat sich mit ihrer US-amerikanischen Partnerin Liezel Huber bereits bis ins Endspiel durchgekämpft.

Das Wetter am Samstag: bewölkt, Schneeregen oder Schneefall, bis 5 Grad

Am Samstag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, örtlich Schneeschauer oder Schneeregen. In Lagen über 800 Meter wird es vermehrt schneien. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 1 und 5 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter erreichen die Höchstwerte maximal -2 Grad Celsius.