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10.05.2026
Tschechiens Vizepremier Karel Havlíček (Partei Ano) hat sich am Sonntag zur Debatte um den Sudetendeutschen Tag geäußert, der in diesem Jahr in Brno / Brünn ausgetragen wird. Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hätte mehr Verstand an den Tag legen sollen und das Treffen nicht in Tschechien stattfinden lassen sollen, sagte Havlíček in einer politischen Talkshow im Tschechischen Fernsehen (ČT). Die Veranstaltung würde alte Wunden aufreißen, so der Industrie- und Handelsminister weiter.
Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) wiederholte seine Worte von Freitag und sagte, Bernd Posselt, der Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, habe die Situation unterschätzt. Brünn stehe in Flammen, so Macinka. Der Minister forderte Gegner der Veranstaltung dazu auf, die Situation nicht zu eskalieren.
Auch Tschechiens ehemaliger Staatspräsident Václav Klaus äußerte sich am Sonntag zu der Debatte. Dem Fernsehsender CNN Prima News sagte Klaus, den Sudetendeutschen Tag in Tschechien zu veranstalten, sei sinnlos und eine Provokation.
Der Sudetendeutsche Tag wird vom 22. bis zum 25. Mai in Brünn stattfinden. Die Landsmannschaft wurde dazu vom Festival Meeting Brno eingeladen. Die tschechische Regierung kritisiert das Treffen und hat eine Erklärung vorgelegt, in der die Veranstalter aufgefordert werden, die Aktion abzusagen. Das Dokument soll am Donnerstag vom Abgeordnetenhaus verabschiedet werden.
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10.05.2026
Die tschechische Regierung wird am Montag Jakub Landovský zum Regierungsbevollmächtigten für die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber der Nato ernennen. Darüber informierte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Sonntag in einem Video in den sozialen Netzwerken.
Landovský ist Tschechiens ehemaliger Botschafter bei der Nato. Über die Einrichtung des neuen Amtes informierte Babiš bereits vor einer Woche. Landovskýs zentrale Aufgabe wird es sein, die Erfüllung des Zwei-Prozent-Zieles der Nato zu kontrollieren. Derzeit verfehlt Tschechien diese Vorgabe.
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10.05.2026
Am Montag ist es in Tschechien wolkig und regnerisch. Am Abend kann es ortsweise auch Gewitter geben. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 17 bis 22 Grad.
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10.05.2026
Nur 17 Prozent aller Tschechen würde eine Senkung der Verteidigungsausgaben ihres Landes unterstützten. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Stem hervor, über deren Ergebnisse die Presseagentur ČTK am Samstag informierte. Demnach sind 24 Prozent der Befragten für eine Beibehaltung der Verteidigungsausgaben auf dem Niveau von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes. 27 Prozent der Umfrageteilnehmer würden begrüßen, wenn Tschechien 2,8 Prozent – und damit den Nato-Durschnitt – in seine Armee stecken würde. 17 Prozent forderten überdurchschnittliche Verteidigungsausgaben.
Die Autoren der Studie untersuchten in ihrer Analyse auch die Zustimmung zur tschechischen Nato-Mitgliedschaft. Diese lag bei 82 Prozent.
Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte im April bekanntgegeben, dass das Land in diesem Jahr das aktuelle Zwei-Prozent-Ziel der Nato verfehlt. Die Verteidigungsausgaben waren auch Thema bei seinem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte Anfang dieser Woche.
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10.05.2026
Das Derby zwischen den beiden Prager Fußballklubs Slavia und Sparta ist am Samstagabend eskaliert. Vier Minuten vor Ende der Nachspielzeit stürmten Hunderte Slavia-Fans mit Pyrotechnik das Spielfeld im Prager Eden-Stadion. Sie warfen Leuchtraketen in Richtung der Sparta-Anhänger und gingen mehrere Spieler des Erzrivalen tätlich auf dem Rasen an. Konkret sollen der Torwart Jakub Surovčík, Stürmer Matyáš Vojta und der Verteidiger Jakub Martinec attackiert worden sein. Die Sparta-Spieler verließen daraufhin aus Sicherheitsbedenken das Stadion. Slavia-Vorstandschef Jaroslav Tvrdík gab schließlich den Abbruch der Begegnung bekannt.
Der Spielstand in der siebenten Minute der Nachspielzeit war 3:2 für Slavia. Im Falle eines Sieges hätte sich der Verein vorzeitig den Meistertitel gesichert. Nun droht jedoch, dass das Spiel als verloren für Slavia gewertet wird. Darüber hinaus muss der Verein mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zu zehn Millionen Kronen (411.000 Euro) rechnen. Auch eine Schließung des Stadions gilt als mögliche Maßnahme, über die die Disziplinarkommission des Ligaverbandes entscheiden könnte.
Jaroslav Tvrdík, der seit über zehn Jahren an der Spitze des Slavia-Vorstandes steht, nannte die Situation am Samstagabend den schlimmsten Moment seiner bisherigen Laufbahn bei dem Prager Verein. Am Sonntag gab er im Netzwerk X bekannt, dass die Fankurve im Eden-Stadion bis auf Weiteres gesperrt werde. Von den Hooligans, die auf das Spielfeld gelaufen sind, verlange man Schadensersatz, zudem würden die Fans mit einem lebenslangen Stadionverbot belegt, hieß es weiter. Derweil hat auch die tschechische Polizei Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs aufgenommen.
Slavia gab am Sonntag auch bekannt, dass die beiden Nationalspieler Tomáš Chorý und David Douděra wegen unsportlichen Verhaltens aus dem A-Team ausgeschlossen werden und bis Ende der Saison nicht mehr für die Mannschaft auf dem Rasen stehen werden. Beide Spieler erhielten die Erlaubnis, im Sommer den Verein zu wechseln. Chorý hatte am Samstag in der 59. Minute Rot gesehen – und dies bereits das dritte Mal in dieser Saison. Douděra hatte zu Beginn der Nachspielzeit den Schiedsrichter vulgär beleidigt und dafür ebenfalls eine rote Karte bekommen.
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09.05.2026
Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat seinem neuen ungarischen Amtskollegen Péter Magyar zur Ernennung zum Ministerpräsidenten gratuliert. Auf Anfrage der Presseagentur ČTK teilte er mit, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Magyar. Er glaube, dass die richtige Zeit für eine Erneuerung der Visegrád-Gruppe gekommen sei und gehe davon aus, dass dies mit Magyar gelingen werde, so Babiš.
Im Vorfeld der Parlamentswahlen in Ungarn hatte der tschechische Regierungschef den bisherigen Ministerpräsidenten Viktor Orbán unterstützt. Dieser wurde jedoch nach 16 Jahren abgewählt. Am Samstag wurde deshalb sein Kontrahent Péter Magyar offiziell als ungarischer Ministerpräsident vereidigt.
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09.05.2026
Das Šalda-Theater in Liberec verkauft einen großen Teil seines Fundus. Am kommenden Wochenende wird ein Basar veranstaltet, bei dem rund 2000 Kostüme und weitere Requisiten veräußert werden. Der Preis für die einzelnen Kleidungsstücke und Accessoires soll bei zehn Kronen (0,40 Euro) bis 400 Kronen (16 Euro) liegen, hieß es am Samstag von dem Theater.
Das F.-X.-Šalda-Theater hat eines der größten Kostümdepots in Tschechien. Da die Schneiderei und der Fundus aber in neue Räumlichkeiten verlegt werden, muss der Bestand um ein Drittel reduziert werden.
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09.05.2026
Auf dem Altstädter Ring in Prag haben am Samstag mehrere Hundert Menschen das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 81 Jahren gefeiert. Der Fokus lag dabei auf der Rolle der sowjetischen Armee bei der Befreiung vom Nationalsozialismus. Die Organisatoren der Kundgebung waren mehrere linksradikale und antisystemische Gruppierungen, die unter anderem vom kommunistischen Politiker Josef Skála (KSČM) unterstützt werden.
Die Besucher der Veranstaltung schwenkten russische und sowjetische Fahnen, mehrere ältere Gäste trugen Militäruniformen. Vor Ort fanden sich auch einige Gegendemonstranten mit Ukraine-Flaggen zusammen. Es kam zu verbalen Beleidigungen, die Polizei leitete einem Sprecher zufolge bis zum Nachmittag drei Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein.
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09.05.2026
Die Kanadierin Carla MacLeod legt ihr Amt als Trainerin der tschechischen Eishockeynationalmannschaft der Frauen nieder. Darüber informierte am Samstag der tschechische Eishockeyverband auf seiner Website.
MacLeod übernahm die Nationalmannschaft der Frauen im April 2022. Wenige Monate später erkämpften die Tschechinnen in Dänemark ihre erste Medaille bei einer Eishockey-WM. 2023 gab es erneut Bronze für die Nationalmannschaft. Vergangenes Jahr informierte MacLeod über eine Brustkrebsdiagnose. Im April kündigte sie an, sich für unbestimmte Zeit aus der Eishockeywelt zurückzuziehen und sich fortan auf die Behandlung ihrer Krankheit konzentrieren zu wollen.
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09.05.2026
Am Sonntag ist es in Tschechien zunächst sonnig, dann ziehen Wolken auf. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 20 bis 25 Grad.
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