• 09.05.2026

    Nach dem Waldbrand in der Böhmischen Schweiz ist das Gebiet, das unmittelbar vom Feuer betroffen war, weiterhin für die Öffentlichkeit gesperrt. Alle anderen Wanderwege seien aber zugänglich, informierte am Freitag ein Sprecher des Nationalparks. Die Nationalparkwächter der Böhmischen Schweiz und ihre Kollegen aus dem Böhmerwald würden gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr die Brandstelle überwachen, hieß es weiter. So soll ein erneutes Entfachen des Feuers verhindert werden. Das Gebiet wird dazu auch in regelmäßigen Abständen mit Drohnen mit Wärmebildkameras überflogen.

    Zwischen den Orten Rynartice und Dolní Chřibska war es am 2. Mai zu einem Waldbrand gekommen, der sich zwischenzeitlich auf einer Fläche von rund 100 Hektar ausbreitete. Am Donnerstag konnte das Feuer gelöscht werden. Die tschechische Polizei hat wegen des Waldbrandes Ermittlungen wegen fahrlässiger Gefährdung der Allgemeinheit eingeleitet.

  • 09.05.2026

    Der tschechische Generalstabschef Karel Řehka hat den französischen nationalen Verdienstorden der Klasse Komtur erhalten. Der Orden wurde dem Militär am Freitag vom französischen Botschafter in Prag, Stéphane Crouzat, übergeben. Řehka erhielt den Orden unter anderem für seine Rolle bei der Entwicklung der tschechisch-französischen militärischen Zusammenarbeit. In einer Rede sagte er nach der Verleihung, die Auszeichnung gelte allen tschechischen Soldaten. Es sei wichtig, die europäische Stellung in der Nato zu stärken und die Ukraine zu unterstützen, so Řehka weiter.

    Karel Řehka steht seit 2022 an der Spitze der tschechischen Armee. Der Posten des obersten Militärs im Land wird üblicherweise für vier Jahre vergeben. Die aktuelle Regierung berät derzeit über eine Neubesetzung des Amtes. Über eine konkrete Personalie will Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) am Montag mit Premier Andrej Babiš (Partei Ano) verhandeln.

  • 09.05.2026

    In einem Einkaufszentrum in der Straße Dobronická im Prager Stadtteil Kunratice wurde in der Nacht auf Donnerstag ein Geldautomat gesprengt. Die Täter konnten rund 300.000 Kronen (12.300 Euro) erbeuten. Darüber informierte die tschechische Polizei im Netzwerk X. Nach den Tätern, die mit E-Rollen geflüchtet sein sollen, werde gefahndet, man bitte um Hinweise aus der Öffentlichkeit, hieß es weiter.

    Laut einem Polizeisprecher ähnele der Vorfall einem Diebstahl, der sich vor einem Monat im Prager Stadtteil Opatov ereignete. Die drei Verdächtigen, die ebenfalls auf Elektrorollern vom Tatort geflüchtet waren, befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

  • 08.05.2026

    Der belgische Premierminister Bart De Wever hat am Freitag Prag besucht. Bei dem Treffen mit Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) waren unter anderem die Energiepreise Thema. Zudem wurde über die Lage in der Ukraine und in der Straße von Hormus gesprochen.

    Nach den Verhandlungen mit Babiš wurde De Wever von Präsident Petr Pavel auf der Prager Burg empfangen. Laut der tschechischen Präsidialkanzlei waren die internationale Sicherheitslage, die transatlantischen Beziehungen und die europäische Verteidigungsfähigkeit Themen des Gesprächs.

  • 08.05.2026

    Tschechiens Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat am Freitag Berlin besucht. Beim Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (CDU) unterzeichneten die beiden Minister ein Memorandum über den Weiterbestand des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds bis 2037. Über die Finanzierung des Fonds werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, heißt es in dem Dokument.

    Im Rahmen seines Aufenthalts in der Bundeshauptstadt besuchte Macinka auch die Gedenkstätte Plötzensee. Dort wurden während des Zweiten Weltkriegs über 600 Tschechoslowaken von den Nationalsozialisten ermordet. Auf Macinkas Programm stand auch ein Treffen mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Armin Laschet (CDU).

    Überschattet wurde Macinkas Besuch von der aktuellen Debatte über den Sudetendeutschen Tag. Dieser wird in diesem Jahr erstmals in Tschechien ausgetragen, und dies vom 22. bis zum 25. Mai in Brno / Brünn. Macinkas Partei Motoristé sobě sowie die beiden anderen Koalitionspartner haben unlängst jedoch eine Erklärung im Parlament vorgelegt, in der die Organisatoren aufgefordert werden, die Veranstaltung abzusagen. Macinka sagte dazu am Freitag, Bernd Posselt, der Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, habe die Stimmung in der tschechischen Gesellschaft unterschätzt. Die tschechische Debatte um den Sudetendeutschen Tag werde die guten bilateralen Beziehungen zu Deutschland aber nicht beeinflussen. Jörg Nürnberger, deutscher Ko-Vorsitzender des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums, äußerte im Interview mit der Presseagentur ČTK hingegen Bedenken. Er hoffe, dass die Debatte die deutsch-tschechischen Beziehungen nicht dauerhaft beschädigen werde, so Nürnberger.

    Für den Sudetendeutschen Tag in Brünn haben sich auch deutsche Politiker angekündigt, darunter Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Laut Premier Andrej Babiš (Partei Ano) wird von tschechischer Seite kein Regierungspolitiker teilnehmen. Die Erklärung der drei Koalitionsparteien soll am Donnerstag im Abgeordnetenhaus in Prag verabschiedet werden.

  • 08.05.2026

    An mehreren Orten in Tschechien wurde am Freitag an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren erinnert. Der zentrale Gedenkakt fand wie in den Vorjahren auf dem Prager Vítkov-Hügel statt. Führende Politiker legten dabei Blumenkränze nieder.

    Tschechiens Präsident Petr Pavel bezeichnete den Zweiten Weltkrieg in seiner Rede als den blutigsten Konflikt der Menschheitsgeschichte und eine mahnende Warnung. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) merkte im Netzwerk X an, die Wunden des Krieges seien in Tschechien bis heute spürbar. Die Menschen hätten heutzutage oft kein Bewusstsein mehr dafür, was ein Krieg bedeute, so der Regierungschef weiter.

    Mit der Kapitulation Deutschlands endete am 8. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. In Tschechien wird der 8. Mai als „Tag des Sieges“ begangen und gilt als Staatsfeiertag.

  • 08.05.2026

    Auf dem Václav-Havel-Flughafen in Prag wurde der Flugverkehr am Freitag durch eine Drohne beeinträchtigt, die unerlaubterweise in der Sperrzone des Airports unterwegs war. Wegen des unbemannten Flugobjekts wurde eine Verbindung nach Wien umgeleitet, mehrere andere Flüge verspäteten sich. Die tschechische Polizei teilte im Netzwerk X mit, eine Person festgenommen zu haben. Zudem habe man die Drohne sichergestellt, hieß es.

    Drohnen sorgen immer wieder für Komplikationen an den Flughäfen in Europa. So kam wegen eines unbemannten Luftfahrzeugs etwa im März der Verkehr am Berliner Flughafen für eine halbe Stunde zum Erliegen. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich zuletzt auch im niederländischen Eindhoven, im schwedischen Göteborg oder in Brüssel.

  • 08.05.2026

    Am Samstag ist es in Tschechien heiter bis wolkig. Am Nachmittag gibt es vor allem in den Bergen Schauer. Die Temperaturen erreichen 15 bis 23 Grad.

  • 08.05.2026

    Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel hat am Freitag auf der Prager Burg acht Männer zum Brigadegeneral ernannt. Zwei Personen erhielten den militärischen Rang des Generalmajors. Pavel folgte dabei den Empfehlungen der tschechischen Regierung.

    Zu den neuen Generalen zählen unter anderem Tomáš Krampl, Leiter der Spezialeinheiten der tschechischen Armee, Antonín Genser, stellvertretender Befehlshaber der Territorialverteidigung (TerS AČR) und Jan Pavlíček, stellvertretender Leiter des Inlandsnachrichtendienstes BIS. Die letztgenannte Personalie hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt, da Pavlíček vor 1989 Mitglied der Kommunistischen Partei war und mit der tschechoslowakischen Geheimpolizei StB zusammengearbeitet haben soll.

    Der tschechische Staatspräsident ernennt Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten zweimal im Jahr zu Generälen – am 28. Oktober, dem Gründungstag der Tschechoslowakei, und um 8. Mai, dem Tag des Sieges.

  • 08.05.2026

    Präsident Petr Pavel und Premier Andrej Babiš (Partei Ano) haben sich am Freitag bei einem gemeinsamen Gespräch erneut nicht darauf geeinigt, wie die tschechische Delegation beim anstehenden Nato-Gipfel zusammengesetzt sein soll. Darüber informierte Pavel im Anschluss an das Treffen vor Journalisten. Babiš besteht weiterhin darauf, dass Pavel im Juli nicht zu dem Gipfeltreffen in Ankara reisen soll. Der Präsident hingegen argumentiert, es sei seine von der Verfassung vorgeschriebene Pflicht, das Land nach außen zu repräsentieren. Er ziehe deshalb auch eine Kompetenzklage in Erwägung, hieß es am Freitag.

    Der Streit zwischen Staatsoberhaupt und Regierung über die tschechische Delegation beim Nato-Gipfel zieht sich bereits seit mehreren Wochen hin. Einer der Auslöser war, dass Pavel sich weigerte, Filip Turek, den Ehrenvorsitzenden der Autofahrerpartei Motoristé sobě, zum Minister zu ernennen.

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