• 28.03.2003

    Die tschechischen Ärzte, Schwestern und Soldaten des 7. Feldlazaretts, die der Zivilbevölkerung in der Golfregion helfen sollen, werden nur unter einem UN-Mandat in den Irak gehen. Darauf einigten sich der tschechische Präsident Václav Klaus und der Chef der UNO-Vollversammlung Jan Kavan während ihres heutigen Treffens in Prag. "Mit Präsident Klaus habe ich vor allem über die gegenwärtig angespannte humanitäre Situation im Irak gesprochen," führte Kavan nach dem Treffen aus. Zum Beispiel sei letzten Informationen zufolge in Basra eine der letzten dortigen Kläranlagen ausgefallen, was die Gefahr von Infektionserkrankungen erhöhe, sagte Kavan.

    Autor: Lothar Martin
  • 28.03.2003

    Der ausgewiesene irakische charge d´affaires Malik Muhammad Ani hat die Tschechische Republik planmäßig, also am Mittwoch verlassen. Dies teilte der Sprecher des tschechischen Außenministeriums am Freitag der Nachrichtenagentur CTK mit. Der Leiter der irakischen Vertretung in Prag war bereits die fünfte Person, die das tschechische Auswärtige Amt als unerwünschte Person bezeichnet hat. Die anderen vier Irak-Vertreter haben die Tschechische Republik schon am vergangenen Freitag verlassen. Die ausgewiesenen Diplomaten haben dem nationalen Sicherheitsrat zufolge versucht, die von Prag in den Irak ausgestrahlten Sendungen von Radio Free Europe/Radio Liberty zu stoppen und einer ihrer Pläne sei dabei auch die Durchführung eines terroristischen Angriffs gewesen, hieß es.

    Durch die Ausweisung der fünf irakischen Diplomaten sei das Risiko eines terroristischen Angriffs auf das Prager Gebäude des Senders Radio Free Europe/Radio Liberty minimiert worden, die Sicherheitsmaßnahmen müssten allerdings weiter aufrechterhalten bleiben. Dies erklärte der tschechische Polizeipräsident Jiri Kolar am Freitag in einer Sendung des Senders BBC. Kolar äußerte zudem, dass auch aus anderen Quellen Sicherheitsrisiken für Land und Leute drohen.

    Autor: Lothar Martin
  • 28.03.2003

    Gegen den Krieg im Irak haben am Freitag im mährischen Jihlava/Iglau die Schüler der dortigen Gymnasien protestiert. An ihrer Protestaktion haben mehrere Dutzend junge Menschen teilgenommen. Im Zentrum der westböhmischen Kreisstadt Plzen/Pilsen wiederum hatten Unbekannte am Turm der dortigen St.-Bartolomäj-Kathedrale ein riesiges Plakat mit der Aufschrift "Krieg ist keine Lösung" entrollt. Das mit brauner Schrift auf einem weißen Laken angefertigte Plakat wurde hernach von Feuerwehrleuten wieder entfernt.

    Autor: Lothar Martin
  • 27.03.2003

    Wenn die Tschechische Republik um die Entsendung des Feldlazaretts nach Kuwait ersucht wird, werde man auf kein UNO-Mandat diesbezüglich warten. Dies sagte Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik am Donnerstag vor Journalisten mit dem Hinweis, dass die tschechischen Militärärzte ab dem 1. April vorbereitet sein werden, ins Ausland zu reisen. Es werde von der tschechischen politischen Repräsentation abhängen, ob sie den Befehl zur Abreise erteilen wird, sagte Tvrdik weiter. Wenn Menschen sterben werden, wäre es Tvrdik zufolge unzulässig, die Ärzte in Tschechien warten zu lassen.

  • 27.03.2003

    Der tschechische Export in die durch den Irak-Krieg beeinflussten Gebiete verzeichnet keine guten Zahlen. Große Verluste habe man schon in Ländern wie Israel, Syrien, Ägypten, Jordanien und Kuwait verzeichnet, sagte derAnalytiker der HVB Bank Pavel Sobisek gegenüber der Nachrichtenagentur CTK.

  • 27.03.2003

    Der tschechische Präsident Vaclav Klaus wird als nächstes Land Deutschland besuchen. Während der eintägigen Visite sollte Klaus mit seinem Amtskollegen Johannes Rau und mit dem Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammentreffen. Präsident Klaus wird am 10. April Berlin besuchen, teilte am Donnerstag der Sprecher der Präsidentenkanzlei der Nachrichtenagentur CTK mit. Klaus' erster Besuch als Präsident ging in die Slowakei.

  • 27.03.2003

    Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD stellt in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Wirtschaftsbericht über die Tschechische Republik fest, dass die Steuern hierzulande zu hoch sind und dass die Regierung diese senken sollte. Weiter wird in dem Bericht angeführt, dass zur Bildung eines Raums zur Steuersenkung eine Reform der Regierungsausgaben notwendig sei. Die Organisation glaubt allerdings, dass der aktuelle Vorschlag der Reform der öffentlichen Finanzen nicht weitreichend genug sei. Der tschechische Markt wird in dem Bericht als wenig flexibel bezeichnet.

  • 27.03.2003

    Soldaten der in Kuwait stationierten tschechisch-slowakischen ABC-Waffen -Abwehreinheit haben nach einer genauen Untersuchung von Teilen einer irakischen Rakete, die am Donnerstag in der kuwaitischen Hauptstadt eingeschlagen ist, bestätigt, dass dabei keine ABC-Waffen angewendet wurden. Dies teilte Jana Ruzickova von der Presseabteilung des Generalstabs der Tschechischen Armee der Nachrichtenagentur CTK mit. Nach der ersten, vorläufigen Untersuchung, konnte man nämlich nicht ausschließen, dass diese einen Chemiewaffensprengkopf trug.

  • 27.03.2003

    16 Angehörige einer Spezialeinheit der tschechischen Armee aus Prostejov sowie 4 Soldaten der slowakischen Armee sind heute nach Kuwait geflogen. Sie werden dort den Schutz der ersten tschechisch-slowakischen Chemiewaffenabwehreinheit verstärken. Der tschechische Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik informierte darüber heute die Medien. Die Armeeführung befürchte einen möglichen terroristischen Anschlag auf die Einheit, die die Lage in Kuwait beobachtet, erklärte Tvrdik.

  • 27.03.2003

    Die Tschechische Republik könnte von den USA bis zu 25 Millionen US-Dollar erhalten. Diese sollen zur Deckung der Kosten für die Teilnahme Tschechiens am internationalen Kampf gegen den Terrorismus und an humanitären Einsätzen im Rahmen der Operation gegen den Irak genutzt werden. Der tschechische Außenminister Cyril Svoboda sagte dies am Donnerstag dem Tschechischen Rundfunk.

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