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18.09.2002
Der tschechische Präsident Václav Havel ist erstmals seit seinem Amtsantritt im Dezember 1989 in einer Umfrage der Prager Agentur TNS Factum als "unbeliebte Persönlichkeit" eingestuft worden. Die Mehrheit der etwa 1100 Befragten sei offenbar der Ansicht, dass der frühere Bürgerrechtler während des jüngsten Hochwassers keine gute Figur abgegeben habe, teilte die renommierte Agentur am Mittwoch mit. In den vergangenen Wochen waren wiederholt Stimmen laut geworden, der 65-Jährige habe einen Erholungsurlaub in Portugal zu spät abgebrochen. Havel, der zur Zeit zu einem offiziellen Besuch in den Vereinigten Staaten weilt, äußerte sich nicht zu der Umfrage. Seine letzte Amtszeit läuft im Februar 2003 ab.
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18.09.2002
Die EU-Kommission will Landwirte in den Flut-Gebieten Tschechiens und der Slowakei beim Wiederaufbau stärker unterstützen. Dazu soll der EU-Anteil an den staatlichen Beihilfen für die Landwirte in den Beitritts-Kandidatenländern erhöht werden. EU-Agrarkommissar Franz Fischler schlug am Mittwoch in Brüssel vor, den Höchstsatz für staatliche Beihilfen von 50 auf 75 Prozent und den EU-Beitrag an den Beihilfen von 75 auf 85 Prozent anzuheben. Das tschechische Landwirtschaftsministerium hatte am Mittwoch die vom Hochwasser angerichteten Schäden für die heimische Agrarwirtschaft mit 8,6 Milliarden Kronen (ca. 290 Million Euro) angegeben.
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18.09.2002
Tschechische Unternehmer und Firmen, die von der Flutkatastrophe betroffen wurden, können im Rahmen des Regierungsprogramms "Rekonstruktion" Bürgschaften über zinsgünstige Kredite erlangen. Über die 600 Million Kronen (ca. zwei Millionen Euro), die noch für dieses Jahr bereitgestellt wurden, können die Unternehmen schon ab Montag verfügen. Das Programm wird im nächsten Jahr fortgesetzt. Über die Höhe der dann greifenden finanziellen Unterstützung werde im Rahmen der Verabschiedung des Staatshaushalts entschieden, sagte der Direktor der Böhmisch-Mährischen Garantie- und Entwicklungsbank (CMZRB), Ladislav Macka, am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur CTK.
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18.09.2002
Die Flutkatastrophe im August hat dem Prager Schulwesen einen Gesamtschaden von über 138 Millionen Kronen (ca. 4,6 Millionen Euro) zugefügt. Laut Angaben des Prager Rathauses weist allein die Summe für den Verlust von Lern- und Lehrhilfsmitteln den Betrag von 16 Millionen Kronen auf. Die Schäden sind beträchtlich, sie dürfen aber kein Grund dafür sein, dass die Schulentwicklung in Prag gestoppt würde, sagte dazu Ratsherr Jan Tomcík am Mittwoch vor Journalisten.
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18.09.2002
Die tschechische Währung ist am Mittwoch sofort nach Geschäftsbeginn auf 30,20 Kronen pro Euro und später auf 30,16 Kronen pro Euro gestiegen. Der Anstieg des Wechselkurses sei eine Reaktion auf die Beruhigung der Regierungskrise, sagte der Dealer der Ceska Sporitelna Viktor Mikulecky dazu der Nachrichtenagentur CTK.
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18.09.2002
Mit der Zeugenvernehmung zweier ehemaliger Offiziere des tschechoslowakischen Staatssicherheitsdienstes (StB), die während der Invasion der Armeen der Warschauer Paktstaaten in der Tschechoslowakei im August 1968 im engen Kontakt mit den damaligen Verfassungsvertretern standen, ist am Mittwoch in Prag der Prozess gegen die ranghohen Funktionäre des damaligen kommunistischen Regimes, Jozef Lenárt und Milos Jakes, fortgesetzt worden. Beide Zeugen zeigten sich jedoch nicht in der Lage, dem Gericht wesentliche Informationen hinsichtlich der Konstituierung einer so genannten Arbeiter- und Bauern-Regierung zu geben. Gerade auf den Versuch, eine Arbeiter- und Bauernregierung zu gründen, um den Einmarsch der Armeen der Ostblockstaaten in die Tschechoslowakei zu legalisieren, läuft die Anklage auf Vaterlandsverrat bei Jakes und Lenárt hinaus.
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18.09.2002
Der Flughafen Prag Ruzyne hat in den ersten acht Monaten dieses Jahres 4,283 Millionen Passagieren abgefertigt. Dies bedeutet einen Anstieg von 1,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies teilte die Pressesprecherin der Verwaltung der tschechischen Flughäfen, Vlasta Pallova, am Mittwoch der Nachrichtenagentur CTK mit.
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18.09.2002
Die Tschechischen Bahnen und die Deutsche Bahn AG haben am Mittwoch wieder den Verkehr von Güterzügen am Grenzübergang Decin/Bad Schandau aufgenommen. Dieser war wegen der Überschwemmungen im August eingestellt worden. Das gab der Sprecher der Tschechischen Bahnen (CD), Petr Stahlavsky, über die Nachrichtenagentur CTK bekannt. Über die Wiederaufnahme des Verkehrs von Personenzügen werde die Tschechische Bahn diese Woche mit ihren deutschen Kollegen verhandeln.
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17.09.2002
Die Verteidigung des tschechischen Luftraumes wird in der Zeit der Austragung des NATO-Gipfels in November in Prag in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe der USA, sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur CTK der Generalstabschef Jiri Sedivy. Über die konkrete Ausführung wird derzeit debattiert, fügte Sedivy hinzu. Die Stationierung der US-Überschallflugzeuge in Tschechien wäre Sedivy zufolge eine Möglichkeit.
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17.09.2002
Die bisher gemeldeten Hochwasserschäden betragen 42 Milliarden Kronen " d. h. ca. 1 Milliarde 400 Millionen Euro, informierte Am Montag das öffentlich- rechtliche Tschechische Fernesehen. In den Angaben des Finanzministeriums sind jedoch noch nicht die Schäden miteinberechnet, die das Hochwasser in der Hauptstadt Prag verursachte. Diese werden auf 15 Milliarden Kronen " umgerechnet ca. 500 Millionen Euro " geschätzt. Nach Worten des Prager Oberbürgermeisters Igor Nemec können genauere Schätzungen noch nicht gemacht werden, da bisher nicht klar ist, in welchem Zustand die Prager Metro ist.
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