• 29.07.2026

    Die größte Bedrohung hinsichtlich extremistischer Tendenzen in Tschechien bleibt die Radikalisierung junger Menschen im Onlineraum. Der Einfluss traditioneller extremistischer Gruppen geht hingegen zurück. Dies steht im Extremismusbericht, den das Innenministerium für 2025 erstellt hat.

    Demzufolge ist die antisystemische Bewegung in Tschechien im vergangenen Jahr kaum in Erscheinung getreten. Aktivitäten gab es vor allem im Vorfeld der Parlamentswahlen, und das in Form von ablehnenden Äußerungen gegenüber bestimmten Parteien.

    Fälle von Sabotage oder terroristische Anschläge mit einem Bezug zum Ausland haben die Sicherheitskräfte 2025 in Tschechien nicht registriert. Im Bericht ist jedoch von Dutzenden Ermittlungen die Rede, bei der der Verdacht auf eine Verbindung zu einer ausländischen Macht bestehe.

  • 29.07.2026

    Der öffentlich-rechtliche Tschechische Rundfunk (ČRo) hat das Haushaltsjahr 2025 mit einem Gewinn von 69 Millionen Kronen (2,9 Millionen Euro) beendet. Im Vorjahr hatte das Plus nur 71.000 Kronen (2935 Euro) betragen. Grund für den deutlichen Anstieg ist die Erhöhung der Rundfunkgebühren vom Mai 2025. Dies teilte der ökonomische Leiter des ČRo, Martin Vojslavský, am Mittwoch dem Rundfunkrat mit.

    Die Einnahmen für den Rundfunk betrugen 2025 insgesamt 2,57 Milliarden Kronen (110 Millionen Euro). Dazu gehörten nicht nur die öffentlichen Gebühren, sondern etwa auch Werbeeinnahmen. Die Medienanstalt beschäftigte vergangenes Jahr durchschnittlich 1354 Menschen.

  • 29.07.2026

    Das tschechische Kulturministerium hat für dieses Jahr zwei Termine festgelegt, an denen es freien Eintritt an den staatlich verwalteten Burgen und Schlössern im Land geben soll. Es sind die Sonntage mit dem Datum 30. August und 27. September. Darüber informierte das Ressort am Mittwoch die Presseagentur ČTK. Demnach schließen sich der Aktion fast alle Objekte in der Verwaltung des Nationalen Denkmalschutzamtes (NPÚ) an.

    Schon im Frühjahr hatte es einmal im Monat freien Eintritt in mehreren staatlichen Museen und Galerien Tschechiens gegeben. Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) begründete die Maßnahmen am Mittwoch mit dem Wunsch, das kulturelle Erbe für alle so zugänglich wie möglich zu machen.

  • 29.07.2026

    Der Leiter der staatlichen Agentur CzechTourism, František Reismüller, wird sein Amt zu Ende August niederlegen. Die Sprecherin Kateřina Beránková teilte der Presseagentur ČTK auf Nachfrage als Grund mit, Reismüller halte die Tourismusbranche in Tschechien für unterbewertet.

    CzechTourism soll im Ausland Werbung für das Reiseziel Tschechien machen. Die Agentur untersteht dem Ministerium für Regionalentwicklung. Reismüller hatte die Leitung im November 2023 übernommen. Er ließ über Beránková weiter mitteilen, dass die Branche eine stabile und systematische Unterstützung verdiene, was CzechTourism in immer eingeschränkterem Maße leisten könne.

  • 29.07.2026

    Am Donnerstag wird es in Tschechien heiß. Es gib zunächst kaum Wolken, ab dem Nachmittag dann aber im Südteil des Landes vereinzelte Schauer und Gewitter. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 32 bis 36 Grad, im Nordosten auch 38 Grad.

  • 29.07.2026

    In der ersten Hälfte dieses Jahres hat Tschechien 38,2 Milliarden Kronen (1,6 Milliarden Euro) mehr an EU-Geldern erhalten, als es in die gemeinsame Kasse der Union eingezahlt hat. Im selben Zeitraum des Vorjahres gab es nur ein Plus von 24 Milliarden Kronen (990 Millionen Euro). Dies gab das Finanzministerium in Prag am Mittwoch bekannt. Beigetragen zu dem Positivsaldo in diesem Jahr haben demnach die Zuschüsse aus den Strukturfonds, aus der gemeinsamen Landwirtschaftspolitik sowie aus dem Wiederaufbauprogramm NextGeneration EU.

    Tschechien bleibt damit ein Nettoempfänger in der EU. Seit seinem Beitritt 2004 hat das Land schon insgesamt 1,05 Billionen Kronen (43 Milliarden Euro) in den Unionsetat eingezahlt, aber 2,18 Billionen Kronen (90 Milliarden Euro) ausgezahlt bekommen.

  • 29.07.2026

    Zum 1. August wird die neue staatliche Agentur CzechBusiness ins Leben gerufen. Sie entsteht aus der Zusammenlegung der bisher bestehenden Einrichtungen CzechTrade und CzechInvest. Deren Klienten soll die neue Agentur nun alle Dienstleistungen an einer Adresse bieten und dem Staat zudem Einsparungen ermöglichen. Dieses Vorhaben präsentierte der Minister für Industrie und Handel, Karel Havlíček (Partei Ano), am Mittwoch in Prag der Presse.

    Mit der Gründung von CzechBusiness passe man sich den Wünschen der Kunden an, so Havlíček weiter. Die angebotene Unterstützung wird sich ihm zufolge vor allem auf den Export, auf Investitionen sowie auf die Bildung einer Start-up-Infrastruktur beziehen.

  • 29.07.2026

    Nach dem Rücktritt von Miroslav Koubek könnte der Spanier Santi Denia neuer Trainer der tschechischen Fußballnationalmannschaft werden. Dies schreibt die spanische Tageszeitung AS am Mittwoch. Auf eine Anfrage der Presseagentur ČTK hin bestätigte David Trunda, der Vorsitzende des tschechischen Fußballverbandes (FAČR) allgemein nur, dass derzeit im Ausland intensive Verhandlungen geführt würden. Genauere Informationen kündigte er für die kommenden Tage an.

    Denia wäre der erste ausländische Nationaltrainer im tschechischen Fußball. Der 52-Jährige feierte Erfolge mit der spanischen Nachwuchsauswahl und führte die Nationalmannschaft 2024 zum Olympiasieg.

  • 29.07.2026

    Der Industriekonzern EP Group von Daniel Křetínský hat sich als erste tschechische Firma in die 500 größten Unternehmen weltweit eingereiht. In dem neuesten Ranking Fortune Global 500 steht die Holding auf Platz 179. Darüber berichtete das tschechische Nachrichtenportal e15, das zur EP Group gehört. Neben Medien besitzt der Konzern vor allem internationale Energieunternehmen oder auch Anteile an der britischen Post Royal Mail.

    Die Rangliste des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins Fortune entsteht anhand der Umsätze der einzelnen Firmen. Demnach hatte die EP Group im vergangenen Jahr Einnahmen von knapp 75,4 Milliarden US-Dollar (66,2 Milliarden Euro).

  • 29.07.2026

    Das tschechische Außenministerium empfiehlt Landsleuten, die sich derzeit in Spanien aufhalten, dort jene Gebiete zu meiden, die von den Großbränden betroffen sind. Zudem sollten Reisende die damit einhergehenden Straßen- und Gebietssperrungen in ihren Planungen berücksichtigen, so das Ressort. Diese Hinweise wurden am Dienstag innerhalb des Reiseregistersystems Drozd verschickt.

    Die Feuer wüten sowohl in der Umgebung von Madrid als auch von Valencia. Die spanische Regierung hat vergangene Woche den landesweiten Notstand ausgerufen. Wie ein Sprecher des tschechischen Außenministeriums der Presseagentur ČTK mitteilte, wisse man aktuell von etwa 1200 Tschechen, die in Spanien sind.

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