Ein Hauch von Welt: Wanderausstellung „La Strada“ macht Halt in Prag

Foto: Jan Pohribný

Eine gute Nachricht für Prager: Reiselustige müssen die Stadt nicht verlassen, um auf ihre Kosten zu kommen. Die Ausstellung „La Strada“ nimmt die Besucher mit auf eine „Reise in die zeitgenössische Kunst“ – Kunst zum Thema Reisen übrigens.

Jan Pohribný
Das Panorama Venedigs. Im Vordergrund die marmorne Statue eines nackten Jünglings. In seiner Hand ein toter Frosch. Eine digital bearbeitete Fotografie von Jan Pohribný. Sie ziert den Katalog der Ausstellung „La Strada“.

“Reisen sind für mich immer eine Herausforderung. Ich entdecke immer etwas, das anders ist, als das, was ich aus meinem Heimatland kenne. Sie sind ein Teil meiner Kreativität. Ich mag Reisen. Damit meine ich das reale Reisen, aber es gibt auch die Reise im Kopf”, so Jan Pohribný.

Foto: Jan Pohribný
Er ist einer der zehn Künstler aus vier Ländern, die auf „La Strada“ vertreten sind. Jeder von ihnen hat sich auf eigene Weise mit dem Reisen beschäftigt. Gemälde, Fotografien, Videos und Installationen sind entstanden. Mit rund 50 Werken ist die Ausstellung reichhaltig und doch überschaubar. Es ist bereits die zweite „La Strada“.

„Kisimaria E. Törönen-Ripatti aus Finnland hat die Ausstellung ins Leben gerufen. Das war 2008. Ich habe als Kuratorin das Projekt weitergeführt und vier weitere tschechische Künstler zu der Ausstellung hinzugenommen“,

so Kuratorin Helena Fenclová. Obwohl einige Werke bereits 2008 zu sehen waren und zeitgenössische Kunst auch vielfältiger definiert werden könnte, waren die Besucher begeistert:

Helena Fenclová
„Mir gefällt die Atmosphäre hier mit den jungen Leuten und ihrer neuen Auffassung der Kunst. Das ist wirklich wunderbar“, sagt Věra Melčaková.

Michal Řezenka lobt: “Ich kenne La Strada schon seit langer Zeit. Sie ist eine der besten Ausstellungen, die ich diese Saison in Prag gesehen habe.”

Foto: Mila Preslová
„Mir gefallen die Werke von Jan Samec. Ich kenne ihn schon lange und er ist sehr wandelbar. Er überrascht mich immer wieder. Und er ist auch Tscheche. Die ausländischen Teilnehmer kenne ich nicht. Aber es gibt hier so viel Interessantes. Deshalb komme ich noch einmal zurück, wenn nicht so viele Leute da sind“, so Eva Neumanenová.

Noch bis zum 21. März macht die Ausstellung im Neustädter Rathaus am Karlsplatz Station. Anschließend wandert sie weiter nach Pilsen, Klenová und Písek.