Russische Staatsanwaltschaft will Vertrieb eines tschechischen Computerspiels verbieten

Die russische Staatsanwaltschaft will den Vertrieb des tschechischen Computerspiels „Last Train Home“ im eigenen Land verbieten. Das Spiel, das vom Studio Ashborne Games in Brno / Brünn entwickelt wurde, behandelt die Rückkehr tschechoslowakischer Legionäre aus Russland am Ende des Ersten Weltkriegs.

Laut der Staatsanwaltschaft widerspricht „Last Train Home“ den „traditionellen Werten der heutige russischen Gesellschaft“. Es verbreite Falschinformationen über die Tätigkeit der damaligen staatlichen Organe, leugne historische Fakten und verherrliche die Vertreter der tschechoslowakischen Legionen, heißt es in der Begründung. Wie die Presseagentur ČTK betonte, hat Russland seit dem Einmarsch seiner Truppen in die Ukraine den Kampf gegen alles intensiviert, was der Kreml als westliche Werte verstehe.

Autor: Till Janzer