Kellner-Stiftung stoppt Großspende wegen Korruptionsvorwürfen an Uni-Klinik Motol
Die Stiftung der Unternehmerfamilie Kellner stoppt nach Korruptionsvorwürfen an der Uni-Klinik Motol eine Spende über 500 Millionen Kronen (20 Millionen Euro). Dies gab ein Stiftungssprecher am Montag der Presseagentur ČTK bekannt.
Die tschechische Polizei hatte vergangene Woche über die Causa um das Motol-Krankenhaus informiert. Gegen den bisherigen Direktor Miloslav Ludvík wird unter anderem wegen Bestechung und Subventionsbetrugs ermittelt. Er und vier weitere Beschuldigte befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Die Kellner-Stiftung bleibt nach eigener Darstellung jedoch bereit, die Klinik weiter zu unterstützen, sobald sich die Lage kläre. Das tschechische Gesundheitsministerium, mit dem die Unternehmerfamilie eng zusammenarbeitet, ist bereits darüber informiert und zeigt laut Stiftung Verständnis für die Entscheidung.