Fiala und Lipavský kritisieren Putins Abwesenheit bei Ukraine-Verhandlungen in Istanbul

Tschechiens Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) äußerte sich am Donnerstag gegenüber der Zeitung Blesk zu den möglichen russisch-ukrainischen Verhandlungen in der Türkei. Dass Präsident Wladimir Putin nicht an den direkten Gesprächen mit der Ukraine in Istanbul teilnehme, zeige, dass Russland kein Interesse an einem Frieden habe und seine aggressive Politik nicht beenden wolle, so der Regierungschef.

Auch Außenminister Jan Lipavský (parteilos), der am Donnerstag mit seinen Amtskollegen der Nato-Staaten in der Türkei verhandelt, kritisierte Russland. Dass Putin das direkte Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verweigere, zeuge von Feigheit, so der tschechische Chefdiplomat.

Russland und die Ukraine sollten am Donnerstag in Istanbul zu Gesprächen zusammenkommen. Selenskyj hatte zuvor ein persönliches Treffen mit Putin vorgeschlagen. Nachdem sich der Kreml lange Zeit nicht zu dem Vorstoß äußerte, gab er am Mittwoch bekannt, dass lediglich ein Berater Putins entsendet werde.