Selenskyj: Tschechische und deutsche Firmen beliefern russische Rüstungsindustrie

Eine Reihe von Firmen, darunter auch tschechische und deutsche, liefern immer noch Materialien zur Waffenherstellung an Russland. Dies sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag vor Journalisten und forderte Sanktionen für die betreffenden Unternehmen. Wie die Presseagentur AFP am Samstag weiter berichtet, handle es sich dem Präsidenten zufolge um acht tschechische und 13 deutsche Firmen. Namentlich habe er sie aber nicht benennen wollen.

Seine Informationen habe er den Führungen von 26 Staaten mitgeteilt, einschließlich der USA und auch der EU, so Selenskyj. Er wisse außerdem von Unternehmen aus Taiwan, Südkorea, Japan und Indien, die die russische Rüstungsindustrie belieferten, ergänzte der ukrainische Präsident.

In einer ersten Reaktion schrieb Tschechiens Minister für Industrie und Handel, Lukáš Vlček (Stan), auf X, dass die Hinweise geprüft würden. Außenminister Jan Lipavský (parteilos) sagte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, dass man offen für entsprechende Beweise sei. Auf allgemein formulierte Vorbehalte ließe sich aber nicht reagieren, so der Chefdiplomat.