Massiver Stromausfall in Tschechien – Der Liveticker
In Teilen Tschechiens ist es am Freitag zu einem massiven Stromausfall gekommen. Alle Informationen im Liveticker.
17:50: Für heute beenden wir unseren Liveticker. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
17:48: Zehntausende Haushalte noch immer ohne Strom
Obwohl alle Umspannwerke wieder Strom liefern, sind Zehntausende Haushalte auch nach fünf Stunden noch immer ohne Strom. Grund ist, dass die Stromzufuhr erst schrittweise wieder hochgefahren wird, um das Netz nicht zu überlasten. Wie die Presseagentur ČTK berichtete, rechnen die Anbieter damit, dass die Komplikationen bis zum Abend flächendeckend behoben sind.
17:35: Netzbetreiber informiert über Gründe des Stromausfalls
Die Ursache des Stromausfalls ist laut dem Energienetzbetreiber ČEPS der Ausfall eines Phasenleiters gewesen, der den Strom zwischen Kraftwerken und Umspannwerken überträgt. In der Folge sei eine Hochspannungsleitung ausgefallen, zudem sei ein Block des Kraftwerks im nordböhmischen Ledvice und das Umspannwerk in Krasíkov lahmgelegt worden. Was zur Beschädigung des Leiters geführt hat, ist jedoch weiterhin unklar.
17:11: Gastwirte befürchten Umsatzeinbußen
Die Restaurantbetreiber in Tschechien befürchten wegen dem Stromausfall Umsatzeinbußen. Der Umsatz der Gaststätten dürfte um 70 Prozent niedriger ausfallen, teilte der Vorsitzende der Sektion für Gastronomie der tschechischen Handelskammer, Luboš Kastner, der Presseagentur ČTK mit. Grund sei, dass die Einnahmen vom Mittagessen fehlten und Reservierungen für den Abend abgesagt worden seien, so Kastner. Der Freitag sei dabei für die Gastwirte dabei der wichtigste Tag der Woche.
16:59: Stromausfälle auch in weiteren Kreisen Tschechiens
Neben Prag und den Kreisen Liberec, Ústí nad Labem sowie dem Mittelböhmischen Kreis waren auch weitere Regionen von dem Blackout betroffen. Im Kreis Hradec Králové dauerte der Stromausfall einer Sprecherin des Energiekonzerns ČEZ zufolge 20 bis 25 Minuten. Die Feuerwehr rückte in 19 Fällen zu Menschen aus, die in Fahrstühlen steckengeblieben waren. Im Universitätskrankenhaus von Hradec Králové mussten einige Operationen verschoben werden. Der Stromausfall im Kreis war aber nicht flächendeckend. Im Kreis Olomouc waren vor allem die Gegenden um Šumperk und Jeseník betroffen. Der Stromausfall dauerte dort etwa eine halbe Stunde.
16:20: Stromausfall führte zu Komplikationen in Industriebetrieben
Der Stromausfall führte am Freitag auch zu Komplikationen in Industriebetrieben. Der Autohersteller Škoda Auto musste nach 12 Uhr die Werke in Mladá Boleslav, Kvasiny und Vrchlabí vorübergehend herunterfahren. Um 15 Uhr gab ein Konzernsprecher bekannt, dass man die Produktion wieder hochfahre. Auch die großen Chemiebetriebe Orlen Unipetrol in Litvínov und Spolchemie in Ústí nad Labem konnten am Freitag zeitweise nicht produzieren.
15:35: Stromversorgung komplett wiederhergestellt
Sämtliche Umspannwerke in Tschechien sind wieder in Betrieb. Die Stromversorgung in den einzelnen Kreisen werde derzeit Schritt für Schritt wiederaufgenommen. Dies gab um 15:00 der Energienetzbetreiber ČEPS bekannt. In Prag lief die Stromversorgung auf einem Großteil des Gebietes bereits vor 15:00 wieder problemlos. Mittlerweile verkehren auch die Straßenbahnen in der Moldaumetropole wieder nach Fahrplan. Zuvor hatte der Tramverkehr rechtsseitig der Moldau drei Stunden lang gestanden. Auch die Metro war eine halbe Stunde lang außer Betrieb gewesen.
14:54: Einschränkungen im Einzelhandel
Wegen des Stromausfalls schlossen am Freitag vorübergehend zahlreiche Geschäfte. Die Supermarktkette Billa gab bekannt, alle Filialen in den betroffenen Gebieten, die nicht über ein Notstromaggregat verfügten, seien geschlossen worden. Die Läden in großen Einkaufszentren würden hingegen weitestgehend geöffnet bleiben. Einschränkungen gab es derweil auch beim Onlinesupermarkt Košík.cz. Wie ein Sprecher des Unternehmens bekanntgab, würden die erschwerte Verkehrslage und ausgefallene Fahrstühle zu Komplikationen führen.
14:45: Zentraler Krisenstab kommt am Nachmittag zusammen
Wegen des massiven Stromausfalls in Teilen Tschechiens kommt am Freitagnachmittag der zentrale Krisenstab zusammen (ÚKŠ). Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) informierte auf X, dass er Innenminister Vít Rakušan (Stan) die entsprechende Genehmigung erteilt habe.
14:10: Energienetzbetreiber: Ausfall in acht Umspannwerken
Der Energienetzbetreiber ČEPS hat darüber informiert, dass vom Stromausfall insgesamt acht Umspannwerke des Übertragungsnetzes betroffen waren. Die Ursache sei der Ausfall eines Phasenleiters gewesen. In fünf der betroffenen Umspannwerke konnte der Betrieb mittlerweile wieder aufgenommen werden. Insgesamt gibt es in Tschechien 44 entsprechende Anlagen. Der Stromausfall betraf vor allem die Kreise Liberec, Ústí nad Labem, den Mittelböhmischen Kreis und Teile von Prag.
13:56: Auch NÚKIB schließt Cyberangriff aus
Auch das Nationale Amt für Cyber- und Informationssicherheit (NÚKIB) geht nun davon aus, dass der Stromausfall nicht durch einen Cyberangriff verursacht wurde. Dies gab das Amt auf X bekannt. Zuvor hatte eine Sprecherin mitgeteilt, man untersuche die Ursache des Blackouts.
13:53: Feuerwehr ruft auf, Notrufnummern nicht zu überlasten
Die tschechische Feuerwehr hat dazu aufgerufen, die Notrufnummern nicht zu überlasten. Die entsprechenden Nummern sollten nur gewählt werden, wenn eine Gefahr für Leben, Gesundheit oder Eigentum bestehe.
13:45: Premier Fiala äußert sich zur Lage
Tschechiens Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) hat sich auf X zum Stromausfall geäußert. Tschechien befinde sich in einer Ausnahmesituation, die unangenehm sei, so der Regierungschef. Alle würden derzeit daran arbeiten, dass die Stromversorgung wieder aufgenommen werden könne. Zugleich dankte er in Anbetracht der Lage für die Geduld der Menschen.
13:31: Polizei schließt Terroranschlag oder Cyberattacke vorerst aus
Der tschechischen Polizei liegen keine Informationen darüber vor, dass ein Cyberangriff oder ein Terroranschlag hinter dem Stromausfall steckt. Dies gaben die Ermittler der Nationalen Zentrale gegen Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität (NCTEKK) auf X bekannt. Eine Sprecherin des Nationalen Amtes für Cyber- und Informationssicherheit (NÚKIB) informierte, man untersuche derzeit die Ursache des Blackouts in Tschechien. Mehr könne man derzeit nicht zur Situation sagen.
13:22: Innenminister versetzt Krisenstab in Bereitschaft
Tschechiens Innenminister Vít Rakušan (Stan) hat wegen des massiven Stromausfalls in Teilen Tschechiens den nationalen Krisenstab in Bereitschaft versetzt. Dies gab er im Netzwerk X bekannt. Der Umfang des Stromausfalls und die damit einhergehenden Komplikationen würde man derzeit erfassen, so der Minister.
13:16: Zahlreiche Komplikationen im Kreis Liberec
Vom Stromausfall ist ein Großteil des Kreises Liberec betroffen. Der Presseagentur ČTK zufolge gibt es neben der Kreishauptstadt auch in Jablonec nad Nisou, Česká Lípa, Nový Bor, Turnov und weiteren Orten keinen Strom. In Liberec können einer Sprecherin der Verkehrsbetriebe zufolge keine Straßenbahnen fahren. Der Busverkehr werde aber weiterhin aufrechtgehalten. Eine Sprecherin der Feuerwehr gab bekannt, man sei an mehreren Orten des Kreises im Einsatz, um Menschen zu retten, die in Fahrstühlen eingeschlossen wurden. Das Kreiskrankenhaus in Liberec ist ohne größere Einschränkungen in Betrieb.
13:05: Gesundheitsversorgung ist sichergestellt
Gesundheitsminister Vlastimil Válek (Top 09) hat auf X informiert, dass die Gesundheitsversorgung der Patienten in den tschechischen Krankenhäusern in keinem Teil Tschechiens wegen des Stromausfall gefährdet ist. In den Gesundheitseinrichtung sei die Versorgung durch Notstromaggregate sichergestellt, so der Minister.
12:52: Ursache des Stromausfalls ist unbekannt
Auch im Mittelböhmischen Kreis, im Kreis Ústí nad Labem sowie im Liberecer Kreis gibt es derzeit keinen Strom. Der Energienetzbetreiber ČEPS teilte mit, die Ursache des Problems sei derzeit noch nicht bekannt.
12:17: Komplikationen im Prager Stadtverkehr
In Prag können alle Metrolinien nicht fahren, es steht auch ein großer Teil des Straßenbahnverkehrs. Die Feuerwehr ist an mehreren Orten der Stadt im Einsatz, um Menschen aus Fahrstühlen zu befreien.