Tschechisches Landwirtschaftsministerium verlangt Fördergelder von Agrofert zurück
Das tschechische Landwirtschaftsministerium hat begonnen, Fördergelder zurückzufordern, die an den Konzern Agrofert gezahlt wurden. Dies betreffe den Zeitraum, in dem der einstige Besitzer der Firma, Ano-Parteichef Andrej Babiš, im Interessenskonflikt war. Dies teilte Landwirtschaftsminister Marek Výborný (Wahlbündnis Spolu) am Freitag auf X mit. Ein Sprecher der Agrofert-Gruppe gab bekannt, man sehe keinen Grund für eine Rückzahlung der Subventionen. Es handele sich um reinen Wahlkampf. Der ehemalige Konzernchef Babiš sagte der Presseagentur ČTK, Výborný würde seit dem Amtsantritt seine Funktion missbrauchen und wolle sich lediglich sichtbar machen.
Von Výborný hieß es, man fordere die von 2017 bis 2021 gezahlten Subventionen zurück. Babiš war bis 2017 offiziell Besitzer des Agrofert-Konzerns. Anschließend übertrug der damalige Premier die Firma in einen Trauhandfonds, Anlass war ein neues Gesetz über Interessenskonflikte. Laut dem Nachrichtenportal Seznam Zprávy könnte die nun zurückgeforderte Summe mehrere Milliarden Kronen betragen.