Tschechische Regierungspolitiker reagieren auf Treffen von Trump und Putin in Alaska
Zahlreiche tschechische Regierungspolitiker haben am Samstag auf das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin in Alaska reagiert. Premier Petr Fiala (Wahlbündnis Spolu) ließ über den Regierungssprecher ausrichten, die Begegnung habe bestätigt, dass die USA und ihre Verbündeten einen Weg für einen Frieden in der Ukraine suchen. Putin wolle aber möglichst große Gebietsgewinne erzielen und das sowjetische Imperium wiederaufbauen.
Verteidigungsministerin Jana Černochová (Wahlbündnis Spolu) teilte auf X mit, der russische Präsident suche keinen Frieden, sondern eine Gelegenheit, die Einheit des Westens zu brechen und seine Propaganda zu verbreiten. Innenminister Vít Rakušan (Stan) merkte an, dass Trump mit der Begegnung erwartungsgemäß nichts erreicht habe. Auch die Abgeordnetenhauschefin Markéta Pekarová Adamová (Wahlbündnis Spolu) kritisierte, statt wirksamen Druck auf den russichen Präsidenten auszuüben, habe Trump den Verbrecher Putin zurück auf die internationale Bühne gebracht. Es handele sich nicht um Diplomatie, sondern um ein gefährliches Geschenk für den Aggressor und einen Schlag gegen die Ukraine, die weiterhin um ihr Überleben kämpfe.
Trump und Putin waren in der Nacht auf Samstag Mitteleuropäischer Zeit auf einer US-Militärbasis in Alaska zusammengekommen, um über den Krieg in der Ukraine zu verhandeln. Die beiden Präsidenten bezeichneten das zweieinhalbstündige Gespräch anschließend als konstruktiv. Konkrete Ergebnisse, etwa ein Waffenstillstand in der Ukraine, wurden jedoch nicht erzielt.