Vermeintliche Hassposts von Turek: Ressortverteilung der künftigen Regierung soll bestehen bleiben
Vertreter der Autofahrerpartei Motoristé sobě haben am Montag mit Ano-Parteichef Andrej Babiš über die vermeintlichen Hassposts von Filip Turek verhandelt, der für die Autofahrer ins Parlament einzieht und Tschechiens neuer Außenminister werden könnte. Wie es hinterher vor Journalisten hieß, soll das Ressort weiterhin den Motoristé sobě zufallen. Ob Turek das Ministerium leitet, wurde offengelassen. Nominierungen auf konkrete Posten würde zuerst Präsident Petr Pavel erfahren, hieß es. Dem Staatsoberhaupt will man die Namen für die Ministerposten gemeinsam mit dem Programm der künftigen Regierung Mitte November vorlegen.
Babiš soll Tschechiens künftiger Premier werden, in der Regierung soll neben Ano und Motoristé sobě auch die Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) vertreten sein. Die Zeitung Deník N hatte am Wochenende informiert, dass Turek in der Vergangenheit wiederholt rassistische, sexistische und homophobe Äußerungen in den Netzwerken verbreitete, zudem habe er in seinen Posts Adolf Hitler verherrlicht. Der Politiker selbst lehnte die Vorwürfe ab, zudem gab die Autofahrerpartei bekannt, gerichtlich gegen die Autoren des Artikels vorzugehen.