Kardinal Duka im Prager Veitsdom beigesetzt

Im Prager Veitsdom hat am Samstag das Requiem für den emeritierten Prager Erzbischof Dominik Duka stattgefunden. An der Trauerfeier nahmen Staatspräsident Petr Pavel sowie seine Vorgänger im Präsidentenamt, Miloš Zeman und Václav Klaus, teil. Den Gottesdienst zelebrierte der Prager Erzbischof Jan Graubner mit weiteren tschechischen und mährischen Bischöfen. Die Trauerzeremonie, bei der vor der Messe der Sarg des Kardinals aus der Allerheiligenkapelle in den Veitsdom übertragen wurde, leitete der päpstliche Nuntius Jude Thaddeus Okolo. Graubner sagte in der Predigt im Veitsdom, Kardinal Duka habe sein Leben mit der Verteidigung von Werten verbunden. Laut Graubner konnte Duka auch Menschen ansprechen, die nicht gläubig waren.

An der Trauerfeier im vollen Veitsdom nahm eine Delegation slowakischer Bischöfe teil. Aus Polen kam der ehemalige Sekretär des Papstes Johannes Paul II., Kardinal Stanisław Dziwisz, und aus Ungarn Kardinal Péter Erdö. Zur Bestattung von Kardinal Duka kamen des Weiteren rund 30 Bischöfe aus den Nachbarländern, der Ukraine sowie aus Island teil. Im Veitsdom waren einige der scheidenden Minister anwesend, darunter Landwirtschaftsminister Marek Výborný (Christdemokraten) und Verteidigungsministerin Jana Černochová (Bürgerdemokraten), sowie der mögliche künftige Premier Andrej Babiš (Partei Ano).

Nach dem Gottesdienst wurde Dominik Duka in der erzbischöflichen Gruft im Veitsdom beigesetzt. Der Kardinal starb am 4. November im Alter von 82 Jahren.