Tschechiens Staatspräsident gedenkt der Ereignisse des 17. November 1989

Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel hat am Montagmorgen auf der Nationalstraße in Prag der Ereignisse des 17. November 1989 gedacht. Die Freiheit ohne Verantwortung mache keinen Sinn, sagte er bei diesem Anlass. Er äußerte sein Bedauern, dass manche Menschen die Redefreiheit mit der Freiheit verwechselten, zu beleidigen, zu verdrehen und zu lügen.

Das Staatsoberhaupt hält es für wichtig, dass die Politiker mit gutem Beispiel vorangehen und nicht versuchen, die Gesellschaft zu spalten. Die derzeitige Situation im Land und alles, was seit 1989 trotz der bestehenden Probleme erreicht worden sei, gebe keinen Anlass, Wut oder Hass unter den Menschen zu schüren, so der Präsident.

Die Menschen applaudierten dem Staatsoberhaupt bei seiner Ankunft, aber auch Rufe der Missbilligung waren zu hören. Pavel, der vor seiner Wahl zum Präsidenten hochrangige Positionen in der tschechischen Armee und der Nato innehatte, wird von Kritikern vorgeworfen, vor November in der Armee der kommunistischen Tschechoslowakei tätig gewesen zu sein und Mitglied der kommunistischen Partei zu sein.