Verteidigungsausgaben Tschechiens: Staatspräsident Pavel glaubt nicht an Erfüllung der Nato-Vorgabe in diesem Jahr

Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel glaubt nicht daran, dass die Verteidigungsausgaben des Staates in diesem Jahr die Nato-Vorgaben erfüllen werden. Er befürchte, dass die Finanzierung nicht die gewünschten zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erreichen würden, sagte Pavel am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuches im Kreis Liberec.

Noch-Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) hatte kurz zuvor jedoch konstatiert, er halte es für die wichtigste Bilanz der Arbeit des Verteidigungsministeriums, dass Tschechien diese Zusage an die Nato erfülle. Das Ressort weist für 2024 Ausgaben von knapp 167 Milliarden Kronen (6,9 Milliarden Euro) aus, womit der Zwei-Prozent-Vorgabe entsprochen wurde. Dieses Ziel sei auch dieses Jahr nicht in Gefahr, betonte Fiala am Donnerstag.

Pavel hingegen argumentierte, dass nicht nur das BIP in Tschechien ansteige, sondern die Etatgelder auch nicht wirklich gut abgeschöpft würden.