Bergbausiedlung Bedřiška wurde laut Einschätzung des Ostrauer Magistrats rechtswidrig abgerissen
Die Erlaubnis zum Abriss der Bergarbeitersiedlung Bedřiška in Ostrava / Ostrau hat laut Einschätzung des dortigen Magistrats den geltenden Rechtsvorschriften widersprochen. Zudem seien die Unterlagen, auf deren Grundlage für den Abriss entschieden wurde, nicht hinreichend gewesen. Der Magistrat hat die ursprüngliche Abrisserlaubnis deshalb für ungültig erklärt. Die Häuser wurden aber bereits Ende letzten Jahres niedergerissen.
Der geplante Abriss der Siedlung hatte tschechienweit für Kritik gesorgt. Auch Staatspräsident Petr Pavel sprach sich für einen Erhalt der Bauten aus. Die Stadt argumentierte jedoch, dass es sich um leerstehende Gebäude handele und man Vandalismus verhindern wolle. Zwischenzeitlich wurden die Häuser aus Protest von Aktivisten besetzt. Dennoch wurde der letzte Bau am 8. Dezember dem Erdboden gleichgemacht.