IWF rät Tschechien zur weiteren Konsolidierung der öffentlichen Finanzen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rät Tschechien zu einer weiteren Konsolidierung der öffentlichen Finanzen. Das erfordern die zu erwartenden strukturellen Veränderungen in den kommenden Jahren. Dies sagte Vincenzo Guzzo, Leiter der Tschechien-Mission des IWF, am Dienstag in Prag bei der Vorstellung seines Abschlussberichtes zur ökonomischen Entwicklung des Landes. In der Analyse werden die Pläne zur Wiedereinführung des Registrierkassensystems (EET) gelobt. Angemahnt wird hingegen eine Reform der Steuerstruktur, vor allem der Immobiliensteuer.

Ohne Konsolidierungsmaßnahmen werde die öffentliche Verschuldung Tschechiens bis 2034 auf 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen, warnte Guzzo. Er verwies auf eine wachsende globale Konkurrenz sowie auf die energieaufwendige und darum schockanfällige Industrie hierzulande. Zudem schränke die alternde Gesellschaft das Wachstumspotential der tschechischen Wirtschaft ein, so Guzzo.