Tschechische Historikerin Anna Hájková erhält Buchpreis für queere Holocaust-Forschung

Die tschechische Historikerin Anna Hájková hat den renommierten Buchpreis National Jewish Book Award in der Kategorie Holocaust-Forschung erhalten. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Publikation „Menschen ohne Geschichte sind Staub“. Darin schildert Hájková das Schicksal von queeren jüdischen Opfern des Holocausts und setzt sich für deren Entstigmatisierung ein.

Der National Jewish Book Award wurde in diesem Jahr bereits zum 75. Mal vergeben. Hinter der Auszeichnung steht das Jewish Book Council mit Sitz in New York. Anna Hájková ist derzeit Dozentin für moderne europäische Geschichte an der University of Warwick in Großbritannien. Mit dem Preis tritt sie in die Fußstapfen des tschechischen jüdischen Autors Arnošt Lustig. Dieser wurde in den 1980er Jahren für zwei seiner Romane mit der Auszeichnung bedacht.