Studierende der Karlsuniversität stellen politischen Prozess von 1951 als Dokumentartheater nach

Studierende der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität in Prag stellen am Freitag den politischen Prozess nach, bei dem der tschechoslowakische Staatsanwalt Josef Urválek 1951 den US-amerikanischen Journalisten und Leiter der Prager AP-Zweigstelle, William Nathan Oatis, zu zehn Jahren Gefängnis für angebliche Spionage verurteilt hatte. Das Dokumentartheater wird sich in einem der Hauptsäle der Fakultät abspielen. Die Nachstellung des politischen Prozesses findet im Rahmen des Festivals Mene Tekel statt. Laut den Experten hatte der Prozess damals sehr starke negative Reaktionen im Ausland geweckt.

Das Dokumentartheater erinnere an das dramatische Schicksal von Journalisten in der Zeit des kommunistischen Regimes und biete den Raum für eine Diskussion über Freiheit, Gerechtigkeit und Schutz der Menschenwürde in den Zeiten der Unfreiheit, teilten die Vertreter der Fakultät mit.