Verkehrsminister Tschechiens und Deutschlands tauschen sich über Erzgebirgstunnel aus
Der Fortschritt bei den Plänen für den Erzgebirgstunnel an der tschechisch-sächsischen Grenze hängt laut dem tschechischen Verkehrsminister Ivan Bednárik (parteilos) nun maßgeblich von den Finanzierungsoptionen ab, die die Europäische Kommission möglicherweise in diesem Sommer bekannt geben werde. Der Minister sagte dies am Freitag in Berlin nach seinem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Patrick Schneider (CDU) gegenüber tschechischen Journalisten. Hauptthema des Ministertreffens war der Personen- und Güterverkehr auf der Schiene.
Der rund 30 Kilometer lange Erzgebirgstunnel soll Teil der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Prag und Dresden sein. Zwölf Kilometer des Tunnels sollen auf tschechischem Gebiet verlaufen. Tschechien und Deutschland warten nun auf die Bekanntgabe der entsprechenden Finanzierungsprogramme für die Verkehrsinfrastruktur durch die Europäische Kommission. Die Verkehrsminister haben vereinbart, in zwei Monaten erneut zusammentreffen, um sich gegenseitig über den Stand der Projektplanung zu informieren.