Filmpreis Böhmischer Löwe für „Franz“ und „Karavan“

Am Samstagabend sind in Prag wieder die Filmpreise Český lev (Böhmischer Löwe) vergeben worden. Am erfolgreichsten war das Biopic über Franz Kafka von der polnischen Regisseurin Agnieszka Holland, die das Drehbuch gemeinsam mit dem Tschechen Marek Epstein verfasst hat. „Franz“ war 15 Mal nominiert und bekam letztlich vier Auszeichnungen, und zwar für die männliche Hauptrolle, Szenografie, Kostüme und Maske.

Drei von 13 Nominierungen konnte zudem die Produktion „Sbormistr“ (Der Chorleiter) in Preise umwandeln, unter anderem für die weibliche Hauptrolle. Der Streifen hatte den wahren Fall von sexuellem Missbrauch in einem bekannten Mädchenchor zur Vorlage. Und den wichtigsten Böhmischen Löwen für den besten Spielfilm gewann „Karavan“, der unter anderem im Wettbewerb von Cannes gelaufen war. Regisseurin Zuzana Kirchnerová erzählt darin die Geschichte einer Mutter, die mit ihrem Sohn, der Trisomie 21 hat, im Wohnmobil quer durch Italien reist. Die Hauptrolle spielt Aňa Geislerová, einen Böhmischen Löwen gab es diesmal jedoch für Juliána Brutovská in der Nebenrolle.