Tschechien will in Öllieferkapazitäten in die Slowakei investieren
Tschechien ist bereit zu Investitionen, die Erdöllieferungen in die Slowakei garantieren sollen. Dies sagte der Minister für Industrie und Handel, Karel Havlíček (Partei Ano), am Mittwoch nach einem Treffen mit seiner slowakischen Amtskollegin Denisa Saková (Hlas–SD) in Prag. In Anwesenheit von Branchenvertretern, zum Beispiel der Unternehmen Čepro oder Transpetrol, berieten sich beide Politiker zu Bedingungen, Zeitplan und weiteren Schritten.
Havlíčeks Angaben zufolge können bis zu einer Milliarde Kronen (41 Millionen Euro) in die Reparatur der beschädigten Ölpipeline Druschba aufgebracht werden. In zwei bis drei Jahren könnte die Slowakei so mit zwei bis drei Millionen Tonnen Erdöl versorgt werden.
Wegen Kriegsbeschädigungen bekommen weder die Slowakei noch Ungarn seit dem 27. Januar Öl über die Druschba-Leitung. Die ukrainische Seite verweist als Ursache auf Angriffe der russischen Armee. Auch Kiew hat am Dienstag Hilfe und Finanzmittel der EU zugesprochen bekommen, um die Pipeline zu reparieren.