In Madrid wird ein Denkmal für Tschechen errichtet, der Asche von NS-Opfern rettete

In Madrid wird ein Denkmal für den Tschechen František Suchý errichtet, der als Direktor des Krematoriums in Prag-Strašnice die Asche von Opfern des Nationalsozialismus und des Kommunismus versteckt hatte, damit sie eines Tages würdevoll bestattet werden konnten. Er versteckte unter anderem auch die Asche einiger Spanier, die während des Zweiten Weltkriegs im KZ Hradištko bei Prag starben. Das Denkmal von Bildhauer Jakub Vlček wird am 29. Mai in Madrid enthüllt. Dies teilte der tschechische Botschafter in Madrid, Libor Sečka, am Mittwoch der Presseagentur ČTK mit. Das Denkmal wird von privaten Spendern finanziert. Über die Forschungen spanischer Historiker, die die Rolle von Suchý und seinem Sohn bei der Rettung der Asche von NS-Opfern entdeckt hatten, wurde auch eine Doku gedreht.

In Hradištko wurde im November 1943 ein Außenlager des KZ Flossenbürg errichtet. Die Körper derjenigen, die dort starben oder ermordet wurden, wurden ins Krematorium in Prag-Strašnice gebracht. Dessen damaliger Direktor Suchý sollte sie verbrennen und die Asche verschwinden lassen. Dies habe er jedoch nicht gemacht, so der Botschafter.