Tschechischer Rundfunk und Tschechisches Fernsehen rufen Streikbereitschaft aus

Die Gewerkschaften des Tschechischen Rundfunks (ČRo) und des Tschechischen Fernsehens (ČT) sowie die Initiative Veřejnoprávně (Öffentlich-Rechtlich) haben am Mittwoch eine unbefristete Streikbereitschaft ausgerufen. Grund ist das geplante Gesetz über die öffentlich-rechtlichen Medien und ein Vorschlag der Regierungsabgeordneten, der letztlich noch im laufenden Jahr die Einnahmen beider Medienhäuser aus den RUndfunkgebühren deutlich reduzieren würde. Vertreter der Medien riefen die Öffentlichkeit dazu auf, sich für sie einzusetzen.

Den Gewerkschaften zufolge ist der Gesetzesentwurf unvollständig und die vorgeschlagene Finanzierungssumme viel zu gering, sodass es zu Massenentlassungen kommen würde. Weder Rundfunk noch Fernsehen wären in der Lage, ihre Mission zu erfüllen, hieß es. Der Entwurf des Kulturministeriums sieht unter anderem die Abschaffung der Rundfunkgebühren vor.

Am Mittwochnachmittag versammelten sich Studierende auf dem Jan-Palach-Platz in Prag sowie in weiteren Städten des Landes, um ihre Unterstützung für die öffentlich-rechtlichen Medien zum Ausdruck zu bringen. Die Protestkundgebung wurde von der Initiative „Média nedáme!“ („Wir geben die Medien nicht her!“) organisiert.