Korruptionsfall: Früherer stellvertretender Kreishauptmann einigt sich mit Europäischer Staatsanwaltschaft
Der ehemalige stellvertretende Hauptmann des Mährisch-Schlesischen Kreises, Jakub Unucka (Bürgerdemokraten), hat sich in einem Korruptionsfall auf eine außergerichtliche Einigung mit der Europäischen Staatsanwaltschaft eingelassen. Unucka ist angeklagt wegen Manipulation mit öffentlichen Aufträgen zur Straßenreinigung sowie zu Marketingdienstleistungen. Neun weitere Mitangeklagte gehen ebenfalls den Weg der außergerichtlichen Einigung. Dies teilte der betreuende Staatsanwalt Vít Koupil am Freitag der Presseagentur ČTK mit.
Er werde die Einigung bis Ende Juni dem Kreisgericht in Ostrava / Ostrau vorlegen, fügte Koupil an. Dieses kann, muss aber nicht zustimmen. Sollte das Kreisgericht dem Vorschlag folgen, bekommt Unucka eine dreijährige Haftstrafe, die auf eine fünfjährige Bewährungszeit ausgesetzt wird, und eine Geldstrafe von 2,5 Millionen Kronen (100.000 Euro).