„Denkmal der Gleichgültigkeit“ macht in Prag auf die Obdachlosenproblematik aufmerksam

In einer Unterführung nahe dem Prager Hauptbahnhof wurde am Dienstag ein „Denkmal der Gleichgültigkeit“ enthüllt. Der Künstler Jakub Janovský schuf die kissenförmige Betonplastik in Zusammenarbeit mit der Plattform für sozialen Wohnungsbau. Das Kunstwerk soll auf die Problematik der Obdachlosigkeit aufmerksam machen. Zudem erinnert es an Menschen, die unbemerkt von ihrer Umgebung auf der Straße leben und sterben. Laut Janovský wurde der Standort bewusst gewählt, da sich in dieser Unterführung häufig obdachlose Menschen aufhielten.

Nach Daten des Arbeitsministeriums leben in Tschechien rund 18.000 Menschen auf der Straße. Hilfsorganisationen wie die Heilsarmee und die Vereinigung „Naděje“ unterstützen die Betroffenen. Sie betreiben Notunterkünfte und sichern die Grundversorgung durch warme Mahlzeiten sowie sanitäre Anlagen.