Umweltminister: Beseitigung der Giftstoffbelastung im Nationalpark Böhmerwald wird bis 2028 dauern

Der tschechische Umweltminister, Igor Červený (Motoristé sobě), hat am Dienstag bei einer Pressekonferenz nähere Angaben zur Giftstoffbelastung im Nationalpark Böhmerwald gemacht. Bei Untersuchungen vor Ort sind demnach auf dem ehemaligen Armeegelände Dobrá Voda rund 1000 Tonnen kontaminierter Erde festgestellt und etwa 200 Fässer mit gefährlichen Chemikalien gefunden worden. Sie enthalten Substanzen wie Dioxine, Furan, Quecksilber, Arsen oder chlorierte Lösungsmittel.

Červený hatte erstmals am Montag darüber informiert, dass der Boden in Teilen des Böhmerwalds Giftstoffe enthält. Das Gebiet werde derzeit von der Polizei gesichert, so der Minister am Dienstag. Öffentliche Wanderwege seien aber nicht beeinträchtigt, hieß es von der Nationalparkverwaltung. Červený kündigte an, dass Ende September damit begonnen werde, die Materialien und die Bodenkontaminierungen zu beseitigen. Diese Arbeiten werden ihm zufolge bis Juni 2028 dauern und etwa 192 Millionen Kronen (8 Millionen Euro) kosten.